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Dokument Leo Thun an Julius Ficker
Wien, 2. Juni 1854
Signatur Institut für Österreichische Geschichtsforschung
Archiv
Nachlass Ficker. Thun, 5
Regest

Leo Thun freut sich, dass Julius Ficker in Innsbruck bleiben möchte. Der Minister will alles tun, damit Ficker in Innsbruck erfolgreich wirken kann. Er kündigt Ficker außerdem seinen Urlaub in Tirol an und möchte den Professor gern bei seinem Aufenthalt in Innsbruck treffen. Thun will nach seinem Urlaub auch den Kaiser über Fickers Entschluss informieren.

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Transkription und Kodierung Dieses Dokument wurde von Christof Aichner und Tanja Kraler transkribiert und nach XML/TEI kodiert.
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Transkription

    Wien, den 2. Juni 1854

    Werther Herr Professor!

    Gerne verzeihe ich Ihnen die Verzögerung der Mittheilung Ihres Entschlusses der Sie zu dem mir überaus erfreulichen, und kaum mehr gehofften Ergebnisse geführt hat, welches ich aus Ihrem werthen Schreiben vom 29. vorigen Monats1 ersehe. Auch ich hoffe zuversichtlich Sie werden es nicht bereuen, uns treu geblieben zu sein, und was ich dazu beitragen kann, um Ihre Stellung angenehm und erfolgreich zu machen, das werde ich mit Freuden thun. Nur in diesem Augenblick kann ich nicht handeln. Ich stehe nämlich im Begriffe eine Erholungsreise anzutreten, und zwar nach Tyrol. Inspruck [Innsbruck] werde ich erst auch dem Rückwege, das ist Anfangs Juli berühren, freue mich aber recht sehr, Sie dort zu sprechen, und nach meiner Heimkehr sodann Seiner Majestät über diese Angelegenheit Vortrag zu erstatten.

    Mit ausgezeichneter Hochachtung

    Ihr ergebener
    Thun