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Dokument Felix Schwarzenberg an Leo Thun
Wien, 1. Januar 1852
Signatur Staatliches Gebietsarchiv Leitmeritz, Zweigstelle Tetschen-Bodenbach
Familienarchiv Thun-Hohenstein, Linie Tetschen, Nachlass Leo Thun
A3 XXI D149
Regest

Ministerpräsident Felix Schwarzenberg übermittelt Leo Thun eine Abschrift des allerhöchsten Handschreibens vom 31. Dezember 1851. In diesem spricht der Kaiser den Wunsch aus, dass bei Ausarbeitung der neuen staatlichen Ordnung auch die Vorarbeiten der Revisionskommission zu berücksichtigen seien. Er erteilt Schwarzenberg daher den Auftrag, die Ministerien darauf hinzuweisen.

Beilagen, Anmerkungen

Verweis auf A3 XXI D150.

Beilage: Abschrift des Allerhöchsten Handschreibens vom 31. Dezember 1851.

Schlagwörter
Transkription und Kodierung Dieses Dokument wurde von Christof Aichner und Tanja Kraler transkribiert und nach XML/TEI kodiert.
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Transkription

    In Folge allerhöchsten Auftrages habe ich die Ehre Euerer Exzellenz im Anschluße eine Abschrift des Allerhöchsten Handschreibens vom 31. vorigen Monats zur Darnachachtung mitzutheilen, welches Seine k.k. Apostolische Majestät in Bezug auf die Benützung der Protokolle der Revisionskommission bei den bevorstehenden Arbeiten zur Einführung der Allerhöchsten Ortes im Grundsatze beschlossenen neuen organischen Einrichtungen zu erlassen geruthen.

    Wien, am 1. Jänner 1852

    F. Schwarzenberg

    Abschrift

    Lieber Fürst Schwarzenberg! In Meinem Kabinettschreiben vom heutigen Tage, in welchem Ich Ihnen die Grundsätze über organische Einrichtungen Meines Kaiserreiches1 zum Behufe der Arbeiten zu deren Ausführung mittheilte, sind viele Bestimmungen, welche in den Protokollen der Revisionskommission2 mehr oder weniger umständlich entwickelt sind, nur im Allgemeinen, wie z. B. bei den Kreis- und Landesausschüssen, berührt, um den Vollziehungsarbeiten größere Freiheit in Beachtung aller Verschiedenheiten der Landesverhältnisse zu gewähren.
    Es ist jedoch zu wünschen, daß die von der Commission aufgenommenen Erörterungen und Anträge nicht unbeachtet bleiben und gehörig benützt werden.
    Sie erhalten demnach den Auftrag, die Ministerien anzuweisen, hiernach bei den ihnen zuständigen Arbeiten selbst sich zu benehmen wie auch den mitwirkenden Behörden die geeigneten Besehungen und Anleitungen in diesem Sinne zu ertheilen.

    Wien, am 31. Dezember 1851

    Franz Joseph