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Dokument Friedrich Rigler an Leo Thun
Graz, 27. Oktober 1860
Signatur Staatliches Gebietsarchiv Leitmeritz, Zweigstelle Tetschen-Bodenbach
Familienarchiv Thun-Hohenstein, Linie Tetschen, Nachlass Leo Thun
A3 XXI D623a
Regest

Schulrat Friedrich Rigler bedankt sich bei Thun für die Reform der österreichischen Gymnasien. Ein besonderer Dank gilt Thun aus der Sicht von Rigler für die Verbesserungen bei der Ausbildung der Gymnasiallehrer. Rigler spricht außerdem die Hoffnung aus, dass das bisher Erreichte auch zukünftig bewahrt werde und der Weg im Bereich des Gymnasialwesens weiter fortbeschritten wird. Ganz besonders bedankt sich Rigler jedoch für die fortwährende Unterstützung und für das in ihn gesetzte Vertrauen.

Beilagen, Anmerkungen

Das Schreiben befindet sich im Nachlass gemeinsam mit 39 weiteren Dankadressen unter der Signatur A3 XXI D623a.

Schlagwörter
Transkription und Kodierung Dieses Dokument wurde von Christof Aichner und Tanja Kraler transkribiert und nach XML/TEI kodiert.
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Transkription

    Eure Excellenz!

    Im Zeitpunkte bedeutungsvoller Veränderungen verweilet meine Betrachtung und mein Gefühl am längsten und am innigsten bei dem hochgesinnten Schöpfer und Begründer des neueren Gymnasialwesens in Österreich. Möge Eurer Excellenz der warmgefühlte und laut ausgesprochene Dank aller der vielen zu Theil werden, welche die Bedeutung der neuen Schöpfung und die ausdauernde Umsicht und Festigkeit, womit ihr bisheriger Bestand erkämpft werden mußte, zu würdigen wissen! Möge uns das Werk solcher Anstrengung nach seinen wesentlichsten Grundzügen auch fernerhin erhalten bleiben und insbesondere der von Eurer Excellenz zur geistigen und sittlichen Hebung des Gymnasiallehrstandes eröffnete Weg nicht wieder verlassen werden!
    Mich selbst haben Eure Excellenz in nahezu zehn Jahren mit vielfachen Beweisen huldvoller Nachsicht, gnädiger Ermunterung und eines Vertrauens beglückt, dem ich so gerne mit der angestrengtesten Verwendung meiner Kräfte entsprochen haben würde, wenn nicht eben das Maß dieser Kräfte durch eine von frühester Jugend an gebrechliche Gesundheit sehr beschränkt gewesen wäre.
    Genehmigen Eure Excellenz hiefür in diesen wenigen Zeilen den ungeheuchelten Ausdruck meines wärmsten Dankes und die Versicherung, daß ich Zeit meines Lebens nie aufhören werde, mich mit dem Gefühle tiefster Hochachtung und Verehrung zu nennen

    Eurer Excellenz
    dankbar ergebenster Diener
    Friedrich Rigler
    k.k. Schulrath

    Gratz, den 27. Okt. 1860