Das Lehrerkollegium des Gymnasiums in Marburg [Maribor] an Leo Thun
Marburg [Maribor], 28. Oktober 1860
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Regest

Das Lehrerkollegium des Gymnasiums in Marburg dankt Thun für dessen Verdienste um das österreichische Gymnasialwesen. Sie loben die Reformen des Schulwesens, die zu einer Blüte des wissenschaftlichen Lebens in Österreich geführt haben. Lobend heben sie auch die Reform der Lehrerausbildung hervor.

Anmerkungen zum Dokument

Das Schreiben befindet sich im Nachlass gemeinsam mit 39 weiteren Dankadressen unter der Signatur A3 XXI D623a.

Schlagworte

Edierter Text

Euer Excellenz!

Das hoffnungsvolle Aufblühen eines regen wissenschaftlichen Lebens in Österreichs neugestalteten Mittelschulen; die Heranbildung eines für seinen Beruf tüchtig vorgeschulten, in seiner Wirksamkeit allseitig kräftig unterstützten Gymnasiallehrerstandes, die sorglichste Förderung der der Schule und ihren Vertretern im Interesse des Staatswohles gebührenden Anerkennung – das sind zunächst die Momente, die der Lehrkörper des k.k. Marburger Gymnasiums, gleichgesinnt mit allen dankbareren Standesgenossen, in dem Augenblicke sich vergegenwärtigte, als demselben die neuesten weit reichenden allerhöchsten Reformentschließungen Seiner Majestät zur Kenntnis kamen.
Möge es den ehrfurchtsvoll Unterzeichneten gestattet sein, diesem Gefühle dankbarer Würdigung der hohen Verdienste Eurer Excellenz um die Pflege vaterländischer sittlich intellektueller Bildung, deren Österreichs Geschichte in spätern Jahren noch treu gedenken wird, in diesen Zeilen wahrhaften Ausdruck zu geben.

Adolph Lang
k.k. Gymnasialdirektor

Dr. Rudolf Puff
Franz Sperka
Georg Mathiaschitsch Religionslehrer
Dr. Adalbert Svoboda
Jos. Eßl
Johann Gutscher
Otto Gehlen
Carl Rieck
Joh. Majciger
Joseph Schumann
Ph. Klimscha
Ant. Schuidaritsch
Josef Reitter
Johann Joha

Marburg, am 28. October 1860