Eigenhändige Notizen Leo Thuns
o. O., Herbst 1859
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Einige Notizen Leo Thuns hinsichtlich der Umgestaltung der Regierung und der politischen Neuordnung in Ungarn. Außerdem kritisiert er seinen Ausschluss von Beratungen, in denen Entscheidungen getroffen werden.

Anmerkungen zum Dokument

Eigenhändige Notiz Thuns.

Schlagworte

Edierter Text

Herbst [1]859

Weisung wegen Gemeindeordnung[?] ist erlassen, daher nochmalige freie Diskussion in der Conferenz

Antwort auf meine Frage, ob der Kaiser wieder einen öffentlichen Rechtszustand anzustreben für seine Regentenpflicht hält oder der Erzherzog Ferdinand[?] sagen darf, es ist ein erobertes Land, und ich kann mit unbedingter Willkühr vorgehen.

Bewilligung Szogyenyi und [?] von einem Standpunkte zu sprechen.

Ich muß glauben, Sie wollen den liberalen Bruck und den Büraukraten Gol[uchowski] den Sieg über mich verschaffen.
Dann schicken Sie mich lieber gleich nach Hause.

Ferdinand II. hat blutiges Gericht gehalten und dem Landtag [?] Rechte abgesprochen
aber nicht das Land als tabula rasa behandelt – vielmehr die Ordnung[?], [?] seine Entwicklung, selbst die Zusammensetzung des Landtags unberührt gelassen;
hätte er Alles über den Haufen geworfen, das Land mit fremden Beamten überschwemmt, es auseinandergerissen – ich zweifle, ob Martinic und Slavata dazu ihre Hand gebothen hätten.

Euer Majestät können Berathungen halten, mit wem Sie wollen – aber der Ministerpräsident hat kein Recht mich von jenen Berathungen, aus denen Entschlüsse hervorwachsen, auszuschließen.