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Wohlgemuth Ludwig

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… Schon seit Anfang Julius hatte der Gouverneur mir das Departement über Unterrichtswesen übergeben; Mitte August mußte ich auch das Cultusdepartement übernehmen, weil es sich zeigte, daß Beides in einer Hand sein müsse. Ich benütze diese Zeit, um den Bezirkskommissär …

… hat, von Eifer für unseren römischen Glauben erfüllt, und weil er besorgte, wenn unsere rechtgläubigen, mit der römischen Kirche im Glauben vereinigten Romanen noch länger ohne einen geistlichen Oberhirten und Führer blieben, so würden sie von Verführern und lügnerischen Propheten betrogen, zu ihrem großen Verderben von dem wahren Glauben ihrer Vorfahren abfallen, aus Erbarmen sein mildes und christliches Herz unsrer trauernden Diöcese, welche durch die Abdankung unsres gütigen Vaters eine Witwe geworden, zugewandt und uns mittels des allerhöchsten, am 11. Juni laufenden Jahres Z. 3834 erlassenen, dem Kapitel aber von Seiner Excellenz dem Herrn Gouverneur am 16. Julius mitgetheilten Decretes zur Z. 610.614 und 15360, die Bewilligung unseren Bischof, nach dem alten, dieser Diöcese zustehenden und mittels Diplomes vom Jahre 1701 bestätigten Rechte und nach der bisher bei der Wahl des Bischofs beobachteten Art und Weise zu wählen unter der strengen Verpflichtung ertheilt, daß wir uns aus Rücksicht auf den gegenwärtigen Belagerungszustand des Landes bei Gelegenheit der Wahl unter strenger Verantwortlichkeit in die Verhandlung keiner andern Gegenstände einlassen, und es als unsere strenge Pflicht ansehen, sowohl die Eparchialsynoden als auch die Diöcesansynode, welche zur Wahl des Bischofs berufen werden, in jener großen Ruhe, welche sich für unseren Stand geziemt, zu feiern.…

… In Folge des verehrten Decretes habe ich dir, geliebter Bruder, nach gepflogenem Einvernehmen mit Seiner Excellenz dem Herrn Gouverneur aufzutragen,…

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… , der in Abwesenheit des Gouverneurs und des Civilkommissärs …

… und kann also zu kaiserlichen Diensten nicht verwendet werden. Nachdem ich von den Superintendenten theils mündlich, theils schriftlich auf meine Depesche eine ablehnende Antwort wegen Incompetenz erhalten hatte, habe ich mich nach gepflogenem Einverständnisse mit dem Gouverneur und dem …

… an die Consistorien gewendet, und der Gouverneur hat mir zugesichert, beiden die Bewilligung zur Abhaltung eines Plenums zu geben. Dieses ist auch geschehen, und die Reformirten werden ihr Plenum am 18. Julius halten. Ein Regierungskommissär wird dabei anwesend sein. Ihr Plenum ist nach ihrer Verfassung schon bei Anwesenheit von 36 Gliedern beschlußfähig, und nicht jedes berechtigte Mitglied muß speziell vorgeladen werden, sondern es genügt die Verlautbarung in jedem Dekanate. In die Kenntnis dieser Details, welche die Sache viel weniger complizirt machen, bin ich erst auf meiner Bereisung gekommen und habe daraus gesehen, daß die Zusammenrufung eines Plenums nicht mit solchen Schwierigkeiten verbunden sei, als ich mir vorgestellt hatte. Die provisorische Reorganisirung hat das Gouvernement ganz fallen lassen, und dieses konnte um so leichter geschehen, als inzwischen das Dekret Euerer Exzellenz gekommen ist, in welchem der Entwurf einer allgemeinen neuen Kirchenverfassung für die Protestanten zur Begutachtung mitgetheilt wurde, wo dann die Reformirten sowohl als die Unitarier Gelegenheit haben werden, ihre Anträge zu erstatten. Dadurch wird auch jener Auftrag aus dem Kabinette erlediget sein, welcher schon vor mehreren Jahren an den damaligen siebenbürgischen Hofkanzler gegangen ist und immer umsonst betrieben wurde, demgemäß nämlich die Kirchen selbst zu einem Organisirungsvorschlag hätten aufgefordert werden sollen. Daß in …

… Um auf den Stand der Hauptverhandlung über die Organisirung des Unterrichtswesens zurückzukommen, recapitulire ich, daß ich 3 Antworten habe, 3 Antworten binnen Kurzem erwarte. Ich glaube, abwarten zu müssen, bis ich alle Antworten habe, um den Bericht an Euere Exzellenz zu erstatten, den ich, wenn ich keinen gegentheiligen Auftrag erhalte, dem Gouverneur zur Einbegleitung übergeben werde, denn kaum in einem anderen Lande greift das Unterrichtswesen so in die Politick ein als in …

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… Ich habe seit dieser Zeit die Männer der Regierung näher kennengelernt und bin ohne Ausnahme von ihrer guten Absicht fest überzeugt. Baron Wohlgemuth macht den Eindruck eines Ehrenmannes durch und durch und es scheint mir, daß er die Zügel der Regierung nicht nur nominell, sondern wirklich in der Hand habe.…

Baron Wohlgemuth hatte mit der Kundmachung der Grundsätze für die Organisirung des Unterrichtswesens in …

… entschied sich demnach, die unveränderte Kundmachung beim Gouverneur zu beantragen, was denn auch geschieht. Wäre ich unterlegen, so hätte ich jedenfalls drauf gedrungen, eine Anfrage bei Eurer Exzellenz zu machen, wie ich überhaupt in allen Dingen darauf halten werde, daß alles organische und prinzipielle dem Ministerium vorgelegt werde, damit die Siebenbürger Lob und was hoffentlich nicht geschehen wird, auch den Tadel dem verantwortlichen Minister zuwenden mögen und keinem anderem.…

… Der Gouverneur war mit diesem Erfolge der Conferenz zufrieden und empfiehlt mir überhaupt auf das dringendste, gegen die Romanen und ihren Führer …

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