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Wenzig Josef

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… Als bei einer Gelegenheit Unwille geäußert wurde über das exklusive Cechisiren und Entgermanisiren, das sich einige Lehrer notorisch zur Schuld kommen lassen, äußerte man ungescheut: „Es kann nicht anders kommen, der Minister will es ja so haben.“ – Als mir ein Charakter (Wenzig) als ein gefährlicher …

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… , Wenzig werden sich ebenso daran betheiligen, als [?], …

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… gemacht, schickte ich mich eben an, eine Dankschrift an Euere Excellenz zu addressiren, worin ich die nachtheiligen Folgen einer systematisch betriebenen Paralysirung aller neuen der Pflege unserer Volkssprache günstigen hohen Ministerialverordnungen darzustellen beabsichtigte: als mein alter Freund, Schulrath Wenzig, mich besuchte und mir ein Schreiben Euerer Excellenz vorwies, worin ihm aufgetragen wird, „seiner Stellung freiwillig zu entsagen, …

… hat Wenzig bei seinen Bereisungen den ersten mächtigen Impuls zur fast allgemeinen Aufnahme des neuorganisirten Schulwesens gegeben. Er hat, so zu sagen, das Eis der Schulerstarrung bei uns gebrochen.…

… mir aufgetragenen Verfassung böhmischer Schulbücher ward ich an ihn als den Vertrauensmann der kaiserlichen Regierung gewiesen. Von ihm wurden mir bei der Wahl und Vorzeichnung historischer Stoffe die leitenden Ideen des engeren und großen österreichischen Vaterlandes, dann die Idee der offenbar durch einen Akt der Vorsehung herbeigeführten Vereinigung der vielen, sonst oft einander feindlich entgegen stehenden Völkerstämme unter einer Dynastie als Leitfaden angegeben; welche Ideen an geeigneten Stellen auch Ausdruck erhielten. Diesen Grundsätzen ist Schulrath Wenzig nie untreu geworden, auch nicht in seinen letzten Broschüren. Diese erschienen im Inlande und wurden bei der präventiven Censurbehörde nicht beanstandet. Eine Pflichtverletzung kann ihm darob nicht im Mindesten zugemuthet werden. Der darin enthaltene Nachweis, daß den hohen Ministerialvorschriften und dem öfter ausgesprochenen Willen …

… in Betreff der Wahrung und Pflege der Nationalsprachen nicht überall die gehörige Rechnung getragen werde, ist daselbst mit der äußersten Delikatesse geboten. Die Würdigung der Nationalcharaktere ist unläugbar zu dem Zwecke hervorgehoben, um die wechselseitige allmähliche Befreundung der österreichischen Völkerstämme zu vermitteln. Ein großösterreichischer Patriotismus kann für wahr nur auf dieser Basis sich entwickeln. Demnach war es gewiß ein guter Gedanke des Schulraths Wenzig, als er in seiner Schrift über die Erziehung mit nationalem Charakter das Studium der Charaktere der österreichischen Völkerstämme anempfahl und zwar – um Überschätzung zu verhüten – mit Licht und Schatten. Verkannten und verdrehten die nun wieder tonangebenden Alldeutschthümler seine allseits versöhnende Tendenz, wurden sie Wühler, und nicht der Schulrath …

… , als er in seiner Schrift über die Erziehung mit nationalem Charakter das Studium der Charaktere der österreichischen Völkerstämme anempfahl und zwar – um Überschätzung zu verhüten – mit Licht und Schatten. Verkannten und verdrehten die nun wieder tonangebenden Alldeutschthümler seine allseits versöhnende Tendenz, wurden sie Wühler, und nicht der Schulrath Wenzig. Er ist zu sehr ein großösterreichischer Patriot, als daß ihm einfiele, einen Separatismus zu lehren.…

… In dem Drange der Zeit kann ich Euerer Excellenz nur noch betheuern, daß man an Schulrath Wenzig ein Unrecht begehen würde, wenn man ihm ein freiwilliges Aufgeben seines mit Ruhm und allgemein anerkannten Verdienste geführten Amtes aufdrängen wollte. Sollte er ohne weiters verabschiedet werden, dann müßte man über die Gerechtigkeitspflege in Neu-Österreich verzweifeln. Einem von zwei Instanzen schuldig Erklärten – Deutschthümler und Böhmenhasser – zu Lieb hat man neulich ein neues Gesetz gemacht und den unter die früheren Gesetzvorschriften gehörigen Vorfall unter das spätere Gesetz subsumirt, um ihn in der dritten Instanz lossprechen zu können. Die Welt staunte über das Sophisma der Motivirung des höchsten Gerichtshofausspruchs. Nun will man einem Schuldlosen eine Selbstanklage aufdringen. Euere Excellenz können dieses Unrecht ohnmöglich zugeben. Man möge dem Beschuldigten den Proceß machen, wenn die Stellen positive Inzichten haben: jenes Postulat wäre aber – ich wage es offen zu sagen – ein moralischer Justizmord. „Es gibt keine Moralität mehr in unserer einst gepriesenen Justiz“, hörte ich nach dem Kuhnschen Proceßschluße aus dem Munde eines höheren k.k. Staatsbeamten. So spricht auch die allgemeine Meinung. Im höchsten Staatsinteresse darf Schulrath …

… ein Unrecht begehen würde, wenn man ihm ein freiwilliges Aufgeben seines mit Ruhm und allgemein anerkannten Verdienste geführten Amtes aufdrängen wollte. Sollte er ohne weiters verabschiedet werden, dann müßte man über die Gerechtigkeitspflege in Neu-Österreich verzweifeln. Einem von zwei Instanzen schuldig Erklärten – Deutschthümler und Böhmenhasser – zu Lieb hat man neulich ein neues Gesetz gemacht und den unter die früheren Gesetzvorschriften gehörigen Vorfall unter das spätere Gesetz subsumirt, um ihn in der dritten Instanz lossprechen zu können. Die Welt staunte über das Sophisma der Motivirung des höchsten Gerichtshofausspruchs. Nun will man einem Schuldlosen eine Selbstanklage aufdringen. Euere Excellenz können dieses Unrecht ohnmöglich zugeben. Man möge dem Beschuldigten den Proceß machen, wenn die Stellen positive Inzichten haben: jenes Postulat wäre aber – ich wage es offen zu sagen – ein moralischer Justizmord. „Es gibt keine Moralität mehr in unserer einst gepriesenen Justiz“, hörte ich nach dem Kuhnschen Proceßschluße aus dem Munde eines höheren k.k. Staatsbeamten. So spricht auch die allgemeine Meinung. Im höchsten Staatsinteresse darf Schulrath Wenzig nicht geopfert werden. Euere Excellenz können ihn zur Verantwortung ziehen: er wird sich gewiß vollkommen rechtfertigen. Ich beschwöre Euere Excellenz dem schuldlos Verkannten hiezu Mittel und Wege zu bieten. Ich bitte flehentlich darum – um der Wahrung des Nachruhms Euerer Excellenz willen – in ungeheuchelter Ergebenheit…

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Josef Wenzig an …

Josef Wenzig

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