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Spinoza Baruch

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ohne Absender ohne Empfänger no place 1855 1

... und Spinoza ist die Philosophie eine Laien-Wissenschaft geworden. Die Spaltungen, welche im Schoße der katholischen Kirche im 15ten und 16ten Jahrhundert eingetreten sind, die Verflachung der Theologie, und in Folge derselben der Umstand, daß die Theologen sich von den großen geistigen Kämpfen auf dem Gebiete der Wissenschaft fast ganz zurückgezogen haben – mit Ausnahme derer, welche gegen diese negativ – d.h. ihre Resultate bekämpfend aufgetreten sind – alles dieses hat dazu beigetragen, daß die Philosophie im Ganzen und Großen den Charakter einer Laienwissenschaft angenommen hat. Das ist eine, ebenso unzweifelhafte, als für die Beurtheilung des gegenwärtigen Standes der Philosophie wichtige Thatsache. In ...

(eitelberger-an-thun-1855-a3-xxi-d319.xml)

Eitelberger, Rudolf Thun, Leo Wien 1855-03-22 5

... theilweise an Spinoza an, die ...

... größere Metaphysik, die Ethik Spinoza’s, das Organon und die Metaphysik des ...

... und Spinoza hat es gezeigt, daß die Macht der Philosophie nicht an Personen oder Bücher gebunden ist. Die Menschheit braucht die Philosophie, als selbständige geistige Potenz. Sie hat dieselbe zu keiner Zeit entbehren können. Wird unsere von materiellen Interessen überfluthete Zeit sich ihr entziehen, wird sie es missen können, daß die höchsten Fragen menschlichen Denkens läuternd, erhebend und beruhigend auf die Geister der wissenschaftlich gebildeten Welt hinübergreifen? Den Naturwissenschaften, der Mathematik, der Industrie überläßt man es ruhig – da muß man es wohl – in der großen Hälfte der Welt den Materialismus zum Lebensgesetz erheben, wird man der Philosophie, der geborenen Gegnerin bloß materieller Bestrebungen, es wehren wollen, ideelle Interessen zu vertreten? Hand in Hand gehend mit den geistigen Bestrebungen zur Hebung der Kultur im Staate verliert sie ihre ätzende Schärfe. Sie ist unter ...

... , Spinoza, ...

... kennen lernt, ohne zu wissen, wie diese mit den metaphysischen Grundlehren dieser Philosophen zusammenhängen? Wird Jemand die pantheistischen Lehren der Moral (z.B. Spinoza) wiederlegen können, der nicht die Grundsätze kennt, deren Konsequenzen jene sind? Wird Jemand die Lehre von der Freiheit des Willens, der Zurechnungsfähigkeit in den verschiedenen Systemen auch nur annäherungsweise begreifen, der nicht in der Ethik gründlich über Freiheit des Willens, in der Metaphysik über den Grundbegriff der Seele aufgeklärt wurde? Glaubt aber Jemand, daß es überflüßig sei, diese Fragen philosophisch erörtert zu haben, so ist es sicher ein noch unnützerer Ballast, zu wissen, was andere ältere längst schon begrabene Denker über diesen Gegenstand gedacht haben....

(eitelberger-an-thun-1855-03-22-a3-xxi-d335.xml)