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Silvestri Pietro

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Simor, János Thun, Leo Rom 1854-12-07 4

... , welcher an ihn gleich in der ersten, dann in der zweiten und ebenso auch in der dritten Audienz über sehr wichtige Gegenstände gesprochen und an ihn hierüber „singulares quaestiones“ gestellt haben soll. Wenn er ein Gegner des Concordats ist, so ist er meiner Ansicht nach ein nicht zu befürchtender, daher so ziemlich unschuldiger Gegner. Was den Monsignor Silvestri anbelangt, so hält man ihn hier für den am reichlichsten dotirten Prälaten, weil er mehrere einträgliche Ämter bekleidet. Er ist nemlich Decanno der S. Rota, dann Vicepoenitentiarius des Papstes, endlich erster Domherr an der Basilica Lateranensis, welche bekanntlich die erste Kirche ...

... allgemein, Monsignor Silvestri und kein anderer werde Patriarch. Als Decan der Rota hat er nemlich den Rang eines Erzbischofs, hätte daher auf die gedachte Würde und Pfründe Anspruch machen können. Auf ein Bisthum wird er kaum sich transferiren lassen und so kann sein Posten nur durch die Beförderung zum Kardinal erledigt werden. Obschon er aber einen sogenannten Posto Cardinalizio einnimmt, so kann er doch vor 3–4 Jahren auf die Kardinalwürde keinen Anspruch machen und es hängt auch nach Verlauf dieser Zeit vom Papste ab, ihn auf diese Würde zu befördern, wenn es dem ...

... nicht gefällt ihn zu befördern, so kann er auch noch 10 Jahre, ja lebenslänglich diesen Posten bekleiden – ein Decano di S. Rota kann nur, aber er muß eben kein Kardinal werden. Der Papst wird motu proprio den Silvestri vor 3–4 Jahren nicht zum Kardinal machen, so sagen die Wohlunterrichteten – es ist jedoch sehr wahrscheinlich, daß er ihn zum Kardinal, d. h. zum Kronkardinal ernennen würde, wenn ihn ...

... ererbte Recht der Republik geltend zu machen und anstatt des einen 2 Uditori zu ernennen? Ich bin zwar nicht dafür, denn das würde mit Auslagen verbunden sein und es hieße „entia sine necessitate multiplicare“. Ich glaubte jedoch auch dieses allerdings im Wege der Diplomatie zu versuchende Auskunftsmittel anzuzeigen. Wenn die Beförderung des Silvestri zum Kronkardinal verlangt werden sollte, so wäre es vielleicht angezeigt ihn hievon früher zu verständigen. Nur müßte für diesen Fall sein Nachfolger mit vieler Sorgfalt ausgesucht werden. Es ist Euerer Excellenz bekannt, daß ich zu einem solchen bestimmt war, ich muß jedoch Euerer Excellenz erklären, daß ich die Eigenschaften für diesen Posten nicht besitze und ich werde in ...

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Simor, János Thun, Leo Rom 1854-11-11 2

... gebürtig, sei ein Italiener und nicht im Stande über unsere Verhältnisse Aufklärungen zu geben. Monsignore Silvestri ist nach allem, was ich gehört und gesehen habe, eine wohl abgerundete Null, und doch könnte er seiner kirchlichen Stellung noch sehr wichtige und gute Dienste leisten. Als die einzigen Beschützer der hier lebenden und hieher kommenden zahlreichen deutschen Katholiken werden gepriesen der ...

... vertriebenen Jesuiten gastfreundlich aufzunehmen, verfehlte seine gute Wirkung nicht. Es ist daher leicht begreiflich, warum der französische Einfluß hier groß, wenn nicht allmächtig ist. Die Würde unseres Reich‘s fordert es, daß dessen Einfluß an dem Sitze des Oberhauptes der Kirche gehoben werde. Die Art und Weise dieses zu erlangen muß ich wohl anderen überlassen. Jedenfalls wäre Silvestri je eher zu befördern, allein so viel ich weiß, zum Kardinal will man ihn noch nicht machen, und es werden gewiß noch 6 Jahre vergehen, bis man hier daran denken wird. Aber auch er selbst verlangt eine solche Beförderung vorläufig nicht, weil er gegenwärtig so einträgliche Ämter bekleidet, daß sein Einkommen jenes eines einfachen Kardinals beinahe 3fach übersteigt: dann sollte der kirchliche Geschäftsführer bei der Gesandtschaft wieder ein österreichischer Prälat sein, wie er es bis zu den Zeiten ...

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