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Horní Benešov

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… Ein anderes Beispiel geistlicher Strenge kann ich bei dieser Gelegenheit nicht übergehen. Vor vier Jahren kam von dem Stadtvorstande in Bennisch [Horní Benešov] ein Gesuch an die Landesschulbehörde um Entfernung des dortigen Katecheten, der 15jährige Mädchen auf sein Zimmer kommen ließ und sich mit ihnen einsperrte, um sie, wie er sagte, genauer in der Religion zu unterrichten. Alles war schriftlich nachgewiesen, die feurigsten Correspondenzen, freilich von „Liebe in Christo“ beigeschlossen. Das Consistorium, dem wir die Sache zuschickten, gab dieselbe an den Dechant in …

… [Bruntál], dieser an den Pfarrer in Bennisch, der nachmittags nie nüchtern ist. Der Pfarrer berichtete gut, der Dechant ihm nach, das Consistorium gab uns gar keine Antwort; und der Kaplan blieb in …

… , der nachmittags nie nüchtern ist. Der Pfarrer berichtete gut, der Dechant ihm nach, das Consistorium gab uns gar keine Antwort; und der Kaplan blieb in Bennisch und trieb sein Unwesen fort. Die Stadt war in großer Aufregung. Zum Glück entführte dieser Kaplan bald darauf ein Mädchen, und zwar mit den Pferden des Pfarrers. Man setzte ihm nach und holte ihn zurück; dabei hatte er die Pferde des Pfarrers zu Grunde gerichtet, und hierüber aufgebracht trat der Pfarrer gegen ihn auf. Nun wurde er nach Römerstadt versetzt; kam aber von dort noch zur Nachtzeit herüber auf Bestellungen in einem Walde, bis mehrere Bürger von Bennisch öffentlich verlauten ließen, daß sie ihm auflauern würden. Nun erst hatte die Sache ein Ende.…

foerster-an-thun-1855-09-10-a3-xxi-d348.xml

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… Ein anderes Beispiel geistlicher Strenge kann ich bei dieser Gelegenheit nicht übergehen. Vor vier Jahren kam von dem Stadtvorstande in Bennisch [Horní Benešov] ein Gesuch an die Landesschulbehörde um Entfernung des dortigen Katecheten, der 15jährige Mädchen auf sein Zimmer kommen ließ und sich mit ihnen einsperrte, um sie, wie er sagte, genauer in der Religion zu unterrichten. Alles war schriftlich nachgewiesen, die feurigsten Correspondenzen, freilich von „Liebe in Christo“ beigeschlossen. Das Consistorium, dem wir die Sache zuschickten, gab dieselbe an den Dechant in …

… [Bruntál], dieser an den Pfarrer in Bennisch, der nachmittags nie nüchtern ist. Der Pfarrer berichtete gut, der Dechant ihm nach, das Consistorium gab uns gar keine Antwort; und der Kaplan blieb in …

… , der nachmittags nie nüchtern ist. Der Pfarrer berichtete gut, der Dechant ihm nach, das Consistorium gab uns gar keine Antwort; und der Kaplan blieb in Bennisch und trieb sein Unwesen fort. Die Stadt war in großer Aufregung. Zum Glück entführte dieser Kaplan bald darauf ein Mädchen, und zwar mit den Pferden des Pfarrers. Man setzte ihm nach und holte ihn zurück; dabei hatte er die Pferde des Pfarrers zu Grunde gerichtet, und hierüber aufgebracht trat der Pfarrer gegen ihn auf. Nun wurde er nach Römerstadt versetzt; kam aber von dort noch zur Nachtzeit herüber auf Bestellungen in einem Walde, bis mehrere Bürger von Bennisch öffentlich verlauten ließen, daß sie ihm auflauern würden. Nun erst hatte die Sache ein Ende.…

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