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Pius VI. k_A

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… II. die Staatsgesetzgebung stellt die Hindernisse auf, welche nicht bloß die Wirkung von Eheverboten haben, sondern bei deren Vorhandenseyn man die bürgerlichen Rechte der Ehe nicht erlangen kann, doch wird zugleich ausgesprochen, daß keine Verbindung, welche nicht nach den Grundsätzen der Religion, zu welchen die Ehewerber sich bekennen, eine vor dem Gewissen gültige Ehe ist, die bürgerlichen Rechte der Ehe erlangen könne, das Staatsgesetz fordert also niemals weniger, aber manchmal mehr als das Kirchengesetz. Auf das jüdische Ehegesetz hat das österreichische Gesetzbuch ohnehin sorgfältig Rücksicht genommen; die anerkannten protestantischen Confessionen verlangen für die Gültigkeit der Ehe in keiner Beziehung mehr als das bürgerliche Gesetzbuch: die Aufstellung des bezeichneten Grundsatzes würde also nur für die Katholiken eine Änderung hinsichtlich der Bedingungen einer bürgerlich gültigen Ehe hervorrufen. Übrigens wurde diese Richtung thatsächtlich schon seit beinahe dreißig Jahren eingeschlagen, die österreichische Gesetzgebung in Ehesachen erregte seit ihrem Entstehen fortwährende Beschwerden. Die Bemühungen Pius VI. sind bekannt. Auch …

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