9 Treffer für
Meraner Gymnasium

Absender Empfänger Ausstellungsort Datum Treffer KWIC / Dokument-ID
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Jäger, Albert Thun, Leo Meran 1851-04-23 5

... Hochdieselbe geruhen ferner mich aufzufordern, meine Meinung zu eröffnen, welche Folgen meine Entfernung von hier für das Meraner Gymnasium haben dürfte? Nichts konnte mir erwünschter kommen als diese Aufforderung, denn sie gibt mir Veranlassung, einmal unumwunden meine Überzeugung Eurer Excellenz nach bestem Wissen und Gewissen darzulegen, was ich ohne dieselbe aus gewissen Rücksichten nicht wohl thun konnte. Für die allernächste Zukunft hat mein Austritt gar keine nachtheilige Folge; die Directoratsgeschäfte können durch ...

... , der schon 10 Jahre Professor am Gymnasium war und gegenwärtig als Seelsorgspriester in der unbedeutenden Alpengemeinde ...

... einen jungen sehr fähigen Priester im Stifte, allerdings erst im Noviziate, der sich auf das Lehramt vorbereitet und schon das nächste Jahr am Gymnasium verwendet werden kann. Für die allernächste Zukunft, d. h. für das nächste Jahr entsteht also aus meiner Entfernung für die Lehranstalt kein Nachtheil....

... eine Aufgabe gestellt, deren Lösung weit über seine Kräfte geht. Der Personalstand des Stiftes besteht, mit Ausnahme der 5 Novizen und eines Laienbruders, aus 24 Individuen, von denen 6 Männer von 65 bis nahe 80 Jahren sind und 4 für das Lehrfach sich nicht eignen. Mit den übrigen 14 soll der Lehrerbedarf nicht bloß für jetzt, sondern für einige Jahre gedeckt werden, denn mit Ausnahme des vorerwähnten jungen Priesters im Noviziate kann das Gymnasium im besten Falle erst in 4, – im schlimmern Falle erst in 7 Jahren auf Ersatzmänner zählen, je nachdem zwei im Stifte befindliche Novizen, die für das Lehrfach bildungsfähig sind, das Triennium der Universitätsstudien mit den theologischen Studien vereinigen können oder nacheinander vollenden müssen. Woher man Hilfe nehmen wird, wenn Erkrankungs- oder Sterbefälle eintreten oder wenn von den 7 noch ungeprüften Lehramtscandidaten einer oder mehrere die Prüfungen nicht bestehen, vermag ich nicht zu bestimmen, das Stift hat keine Ersatzmänner....

... Da nun wegen meines Austrittes dem Meraner Gymnasium zunächst kein Nachtheil zugeht, künftige Nachtheile und selbst das Eingehen des Obergymnasiums mein Hierbleiben nicht verhindern kann: so erlaube ich mir die unterthänigste Bitte, Euere Excellenz wollen sich gnädigst bewogen finden, mich in eine Lage zu setzen, wo ich ohne weiteren Zeitverlust meine Kräfte mit besserem Erfolg verwenden kann als hier, wo das Ergebnis aller Bemühungen am Ende doch nur ein Untergymnasium sein wird....

(jaeger-an-thun-1851-04-23-a3-xxi-d114.xml)

Jäger, Albert Thun, Leo Meran 1851-02-26 4

... abberufen, und hierher an das Gymnasium versetzt. Es war das größte Opfer, das in meinem Leben von mir gefordert wurde. Allein ich musste dem Rufe ...

... einigermaßen trösten. Durch die Gnade Eurer Excellenz und Hochdero huldvoller Berücksichtigung meiner Bemühungen und Anträge ist das vollständige Obergymnasium in Meran nunmehr organisiert und in Gang gebracht. Nach meiner Ansicht bin ich zu ferneren Leitung nicht mehr so nothwendig, und die Sehnsucht nach dem früheren Wirkungskreis erwacht wieder in ihrer ganzen Stärke. Berichte meiner ehemaligen Collegen aus ...

... zurückzuversetzen. Das Gymnasium in Meran leidet durch meinen Abgange keinen Nachtheil, da die Verhältnisse mit dem Stadtmagistrat geordnet, die neue Organisierung in Gang gebracht, die Lehrerstellen mit fähigen zum Theil schon geprüften Männern besetzt sind, und schon für das künftige Jahr wieder ein tüchtiger Lehrer im Stifte sich herangebildet hat. Zum Director erlaube ich mir Euer Excellenz den Lehrer des Obergymnasiums ...

... mehr zu nützen als es hier an dieser kleinen Lehranstalt möglich ist, genehmigen zu wollen, mit welcher ich mich ehrfurchtsvoll unterzeichne....

(jaeger-an-thun-1851-02-26-ca949.xml)