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… haben mich mit so viel Güte überhäuft, daß ich darauf sündigend Ihren hohen Beistand und Ihre wohlwollende Verwendung auch in Dingen außer Ihrem amtlichen Wirkungskreise in Anspruch zu nehmen wage: Ich bin, wie Euer Exzellenz vielleicht schon wissen, der Sohn eines französischen Emigré vom Jahre 1791. Mein Vater hatte nach der Auflösung der Condéschen Armee, in der er mit Lieutenantsrang gedient, aller Subsistenzmittel beraubt, weil auch sein älterer Bruder ausgewandert und seine Mutter deshalb mit zweien ihrer Töchter ins Gefängnis geschleppt worden war, zuerst eine Hofmeistersstelle bei dem reichen Fabrikbesitzer Guaita in …

… und seine älteren Vettern im Jahre 1784 vorgestellt worden (nämlich in die Carosses du Roi gestiegen) sind und von dem sie diese Namen und Titel fortan in allen amtlichen Ausfertigungen erhielten, ausdrücklich und förmlich anerkannt worden. Mein Vater hat als Ausweis darüber dem bayerischen Ministerium des königlichen Hauses im Jahre 1816 einen beglaubigten Auszug aus dem Protokoll der Notablenversammlung seiner Provinz vom Jahre 1789 sammt dem erwähnten Mémoire généalogique vorgelegt und ohne weitere Ausführung oder nähere Bestimmung lediglich um die Anerkennung seines Adels gebeten. Sey es nun Unkenntnis der französischen Gebräuche hinsichtlich der Übertragung der Titulation, sey es, daß man einen Kaufmann nicht gerne mit einem höheren Titel bekleidet sehen mochte; kurz, auf den Umstand hin, daß mein Vater in dem Mémoire nur als der Chevalier de Moy aufgeführt worden, wurde er auch nur in der Ritterklasse der bayerischen Adelsmatrikel eingetragen, obwohl dies durchaus nicht dem Range seiner Geburt entsprach und obwohl er seit dem Tode seines Vaters den Titel Baron zu führen berechtigt war. Mich berührte die Sache damals insoferne noch nicht, als ich noch nicht bayerischer Unterthan war und mein Vater, der anfangs protestiren gewollt, scheint auch aus dieser Rücksicht seiner Protestation, deren Concept ich noch besitze, keine Folge gegeben zu haben. Später, als ich (ca. 1823) durch Anstellung in den bayerischen Unterthansverband trat, hielten mich mancherlei Rücksichten von der Geltendmachung meines ererbten früheren Titels ab, bis mir durch das Aussterben der Marquis de Moÿ de Sons, deren Titel auf den Sohn des älteren Bruders …

… hat als Ausweis darüber dem bayerischen Ministerium des königlichen Hauses im Jahre 1816 einen beglaubigten Auszug aus dem Protokoll der Notablenversammlung seiner Provinz vom Jahre 1789 sammt dem erwähnten Mémoire généalogique vorgelegt und ohne weitere Ausführung oder nähere Bestimmung lediglich um die Anerkennung seines Adels gebeten. Sey es nun Unkenntnis der französischen Gebräuche hinsichtlich der Übertragung der Titulation, sey es, daß man einen Kaufmann nicht gerne mit einem höheren Titel bekleidet sehen mochte; kurz, auf den Umstand hin, daß mein Vater in dem Mémoire nur als der Chevalier de Moy aufgeführt worden, wurde er auch nur in der Ritterklasse der bayerischen Adelsmatrikel eingetragen, obwohl dies durchaus nicht dem Range seiner Geburt entsprach und obwohl er seit dem Tode seines Vaters den Titel Baron zu führen berechtigt war. Mich berührte die Sache damals insoferne noch nicht, als ich noch nicht bayerischer Unterthan war und mein Vater, der anfangs protestiren gewollt, scheint auch aus dieser Rücksicht seiner Protestation, deren Concept ich noch besitze, keine Folge gegeben zu haben. Später, als ich (ca. 1823) durch Anstellung in den bayerischen Unterthansverband trat, hielten mich mancherlei Rücksichten von der Geltendmachung meines ererbten früheren Titels ab, bis mir durch das Aussterben der Marquis de Moÿ de Sons, deren Titel auf den Sohn des älteren Bruders meines Vaters überging, der Titel Comte zufiel. Nun verlangte ich im Jahre 1844 die Anerkennung dieses Titels, wurde aber unter eitlen Ausflüchten abgewiesen. Ich stand aus Gründen, deren Ausführung hier zu weit führen würde, deren ich mich aber wahrlich nicht zu schämen habe, beim …

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