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Maurenbrecher Romeo

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… zu. Was dem gläubigen Publikum durch manchen sonst vielverdienten Gelehrten, ich will hier nur Maurenbrecher nennen, gerade in dieser Beziehung als gemeinsames Recht geboten worden ist, geht wirklich ins fabelhafte. Die Probe aber, daß dieses Urtheil nicht zu hart ist, mag jeder von Ihnen, meine verehrten Herren, leicht selbst machen. Er braucht nur in den nächsten besten Paragraf z. B. des Maurenbrecher'schen Systemes über das Verwaltungsrecht das als gemeines deutsches Recht angegebene mit der Gesetzgebung seines eigenen Vaterlandes und etwa noch, falls ihm solche genau bekannt sind, mit den Gesetzen einiger benachbarter Länder scharf zusammenzuhalten, um zu sehen, wie es sich mit diesem angeblich überall gültigem Rechte verhält. Er wird eben nur in ganz vereinzelten Punkten finden, daß Besseres und Anderes gegeben worden sei als ein Hinübergreifen mit partikulären Verfügungen, für positives Recht ausgegebene rechtsphylosofische Sätze oder völlig aus der Luft gegriffene Behauptungen. Das Richtige erscheint mir also hier, daß das sogenannte allgemeine Verwaltungsrecht nur in einem höchst beschränkten Umfange, nämlich der hierauf bezüglichen Bundessgesetzgebung anzuerkennen ist, sonst aber dasselbe in den Ausnahmen beinahe aufgeht. Berücksichtigt man die tiefen Umgestaltungen, welche in dem Administrationswesen der deutschen Staaten seit der Auflösung des Reichs vorgenommen worden sind, und zwar bald nach diesem bald nach jenem Grundgedanken, jetzt in Nachäffung auswärtiger positiver Einrichtungen, jetzt in Befolgung neu entstandener Ansichten und Folgerungen, immer aber nur im Hinblicke auf das Interesse des speciellen Staates und daher ohne jeden Einklang unter den verschiedenen Regierungen, so darf ein solches Resultat sicher nicht befremden. Es thut dasselbe aber auch dem Werthe unserer Wissenschaft keinen Eintrag, es erübriget derselben am inneren Gehalte und äußerem Umfange immer noch ein mehr als hinlängliches Maß, um ihre Stellung ehrenvoll zu behaupten.…

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