9 Treffer für
Iankovics Julius

Titel des Dokumentes Anzahl der Treffer Vorschau/Dokument-ID
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Bericht von Anton Szántófy über das gebrochene Eheverlöbnis eines Offiziers Pest , 28. Dezember 1857 Bericht von Anton Szántófy über das gebrochene Eheverlöbnis eines Offiziers, Pest, 28. Dezember 1857 Digitale Edition der Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein 9

… zu mir und fragte mich in wie fern ihr Bräutigam Julius Iankovics durch das gemachte Versprechen gebunden sei? Ich erwiderte, daß er ohne hinlänglichen Grund nicht zurücktreten und mit einer Anderen eine Ehe eingehen könne, bei dieser Gelegenheit gestand sie mir auch, daß der in Zivilkleidern bei mir gewesene …

… durch das gemachte Versprechen gebunden sei? Ich erwiderte, daß er ohne hinlänglichen Grund nicht zurücktreten und mit einer Anderen eine Ehe eingehen könne, bei dieser Gelegenheit gestand sie mir auch, daß der in Zivilkleidern bei mir gewesene Julius Iankovics ein kaiserlicher Officier sei, für den sie aber sehr bald die Quittierung mit Character erwirken werde, behufs dessen auch Herr Pfarrer …

… den bei mir zurückgelassenen Eheverlöbnisvertrag zu sich nahm um selben einem Rechtsanwalt zu übergeben; ich wußte also davon daß Iankovics ein kaiserlicher Officier sei, früher nichts. Von dieser Zeit an sah ich die Brautleute wie auch die Zeugen nicht mehr und hörte überhaupt von der ganzen Sache nichts die ich nur als einen Act der Humanität als für eine Amtshandlung betrachtete.…

… mit der Bitte, daß nachdem Julius Iankovics nun dem Civil-Stand angehört ich selben zur Erfüllung seines Versprechens anhalten möge, allein …

… nun dem Civil-Stand angehört ich selben zur Erfüllung seines Versprechens anhalten möge, allein Iankovics erschien auf mein zweimaliges Vorladen nicht, was ich der Obbenannten mit Bedauern eröffnete, hierauf bath sie mich unterdessen wenigstens um Dispensation von der dermaligen Verkündigung einzuschreiten, was ich verweigerte in solange zu thun bis nicht …

… erschien auf mein zweimaliges Vorladen nicht, was ich der Obbenannten mit Bedauern eröffnete, hierauf bath sie mich unterdessen wenigstens um Dispensation von der dermaligen Verkündigung einzuschreiten, was ich verweigerte in solange zu thun bis nicht Julius Iankovics persönlich erscheinen und sein derartiges Ansuchen stellen wird, ich that dies um so mehr weil ich in dem ganzen Fürgehen dieser Frauensperson eine Machination witterte. Nach einigen Tagen erschien sie wieder und drang in mich die Trauung noch vor Ende Dezember 1856 zu vollziehen, da mit Anfang des Jahres 1857 für ihren noch minorennen Bräutigam auch die väterliche Einwilligung nothwendig sein wird, die sie aber nicht zu erwirken hoffet; als ich ihr dies zu thun verweigerte, und von der ganzen Sache die mir zu mißfallen anfing nichts mehr wissen zu wollen erklärte und sie etwas strenger von mir wies, entfernte sie sich tobend mit den Worten: "Sie werde sich schon zu rächen wissen." Ich muß hier noch beifügen, daß mir in der ganzen Angelegenheit weder von der Braut noch dem Bräutigam aber auch von den Zeugen und überhaupt von keiner Seite irgend ein Honorar angebothen wurde, und ich mit gutem Gewissen sagen kann keinen Heller hiefür erhalten zu haben.…

… beide Zeugen unter Versprechung größerer Geldsummen solliciert habe zur Ausstellung eines falschen Zeugnisses darüber, daß Sie im Jahre 1854 mit Julius Iankovics in meinem Zimmer nach dem üblichen christkatholischen Ritus getraut worden sei; dasselbe habe ich und die benannten zwei Zeugen auch vor dem Zivilgerichte ausgesagt, ja noch ein dritter Zeuge und Mitwisser dieser Sache Grundbesitzer von Tassy[?], wie auch der erwähnte Rechtsanwalt, der den Eheverlöbnisvertrag verfaßt hat und das Protokoll in dem dieser Vertrag von Wort zu Wort enthalten ist, dem Gerichte nebst der Aussage übergab, die so viel Aufsehen erregenden 1.000 fl CM habe ihm …

… Möge hieraus jeder unbefangene ersehen, daß nicht mehr geschehen ist, als wozu ich als Mensch und Priester berechtiget war, da ich auch für den Fall wenn Julius Iankovics bei mir in Militairkleidern erschienen wäre, keine Bedenken getragen haben würde als einfacher Zeuge seinen Eheverlöbnis Vertrag zu unterschreiben, und Ringe zu weihen bin ich als Priester berechtigt ob diejenigen die mich darum ersuchen, meine Iurisdictionirten sind oder nicht, überhaupt wenn man ersucht wird einen Gegenstand zu weihen sei es ein Ring oder ein Krantz pflegt der Priester nie zu fragen, ob man im Bereiche seiner Pfarre wohne oder nicht. Was immer also Emma Ioczkovics außer dem Gesagten anführt, ist eine strafwürdige Verläumdung mit der sie ihre Sache an den zu kühlen suchet, der ihr in der Kapperung eines reichen Jünglings die helfende Hand nicht biethen wollte.…

… Wie wenig Glauben die ofterwähnte schlimme Dame verdient, ist aus ihrem unsittlichen Lebenswandel zu ersehen. Sie scheute sich nicht noch im Jahre 1853 dem 18 jährigen Jüngling Julius Iankovics zur Nachtzeit Besuche zu machen, und ihn zur Unzucht zu verführen; sie schämte sich nicht gegen den ausgesprochenen Willen seines Vaters Fiakers zu besteigen und darin Excursionen zu machen, wo auf gleiche Weise fürgegangen wurde. In diesem Jahre gab sie an von diesem jungen Manne in die Hoffnung gekommen zu sein, und bald darauf gestand sie es ihm die Leibesfrucht in der Stadt Essek […

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