16 Treffer für
Huber Alphons

Absender Empfänger Ausstellungsort Datum Treffer KWIC / Dokument-ID
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Thun, Leo Ficker, Julius Wien 1860-10-20 1

... Ich danke Ihnen für Ihr umständliches Schreiben. Die Angelegenheit des Dr. Huber habe ich, von Ihren Argumenten überzeugt, noch in einer Weise entschieden, welche hoffentlich Ihren Wünschen entsprechen wird. Mir erübrigt nur eine dringende Bitte: Bleiben Sie ...

(thun-an-ficker-1860-10-20-ca190.xml)

Thun, Leo Ficker, Julius Wien 1860-08-31 3

... der Habilitation Hubers für österreichische Geschichte schließlich zugestimmt habe. Jene in den Akten liegende Erklärung lautete auch nach dem Kolloqium dahin, daß die Befähigung des ...

... für österreichische Geschichte schließlich zugestimmt habe. Jene in den Akten liegende Erklärung lautete auch nach dem Kolloqium dahin, daß die Befähigung des Kandidaten für österreichische Geschichte nicht erwiesen sei....

... Die wissenschaftlichen Bedenken, die Sie gegen die schroffe Scheidung von österreichischer und allgemeiner Geschichte erheben, erkenne ich für sehr beachtenswerth. Andererseits kann ich doch nicht umhin auf die Bedeutung der Gründe anzuerkennen, welche dafür sprechen österreichische Geschichte als einen selbstständigen Gegenstand an unseren Universitäten zu behandeln, und darauf bedacht zu sein, daß das was als obligates Collegium gehört wird, dazu geeignet sei, den Blick auf die historische Entwicklung der Gesammtmonarchie zu richten. Das wird im Allgemeinen nicht zu erreichen sein, wenn Privatdozenten ohne spezielle Habilitazion für dieses Fach diese Kollegien lesen dürfen. <Ich habe dabei nicht den speziellen Fall Hubers vor Augen, sondern die grundsätzliche Frage, und darin Anwendung auf unsere verschiedenen Universitäten.>...

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Ficker, Julius Thun, Leo Münster 7

... Eure Excellenz fordern mich auf, mich über die Habilitationsangelegenheit des Dr. Huber mit voller Aufrichtigkeit zu äußern und ich nehme daher keinen Anstand, das auch bezüglich derjenigen Punkte zu thuen, über welche meine eigene unmaßgebliche Meinung sich von der Eurer Excellenz entfernt....

... Mit dem Grundsatze, daß zum Lesen des Obligatkollegs über österreichische Geschichte eine besondere Habilitation nöthig sei, bin ich durchaus einverstanden, wir gingen auch von vornherein von dieser Ansicht aus, indem Dr. Huber sich allen Habilitationsleistungen doppelt unterzog. Wir legen weiter keinerlei entscheidenden Werth darauf, daß ...

... sich allen Habilitationsleistungen doppelt unterzog. Wir legen weiter keinerlei entscheidenden Werth darauf, daß Dr. Huber zum Lesen des Obligatkollegs wirklich berechtigt werde. Dem Geschichtspunkte, daß es wünschenswerth ist, wenn ein junger Gelehrter, welcher sich vorzugsweise mit österreichischer Geschichte beschäftigt, Gelegenheit findet, seine bezüglichen Kenntnisse auch auf dem Katheder zu verwerthen, ist vollkommen Rechnung getragen, wenn ihm nach der Ansicht Eurer Excellenz kraft seiner Habilitation für allgemeine Geschichte gestattet ist, Spezialkollegien über österreichische Geschichte zu lesen. Der pekuniäre Gesichtspunkt würde im allgemeinen allerdings für den mittellosen Privatdozenten schwerer ins Gewicht fallen als für den besoldeten Professor; im gegebenen Falle ist er untergeordnet, da ich hoffe, daß die gnädige Unterstützung von 400 fl, welche im verflossenen Jahre dem ...

... zum Lesen des Obligatkollegs wirklich berechtigt werde. Dem Geschichtspunkte, daß es wünschenswerth ist, wenn ein junger Gelehrter, welcher sich vorzugsweise mit österreichischer Geschichte beschäftigt, Gelegenheit findet, seine bezüglichen Kenntnisse auch auf dem Katheder zu verwerthen, ist vollkommen Rechnung getragen, wenn ihm nach der Ansicht Eurer Excellenz kraft seiner Habilitation für allgemeine Geschichte gestattet ist, Spezialkollegien über österreichische Geschichte zu lesen. Der pekuniäre Gesichtspunkt würde im allgemeinen allerdings für den mittellosen Privatdozenten schwerer ins Gewicht fallen als für den besoldeten Professor; im gegebenen Falle ist er untergeordnet, da ich hoffe, daß die gnädige Unterstützung von 400 fl, welche im verflossenen Jahre dem Dr. Huber gewährt wurde, ihm auch für das kommende auf mein bereits geschehenes Einschreiten bewilligt werden dürften und da ich auch für den Fall, daß das ...

... dazu nicht in der Lage sein sollte, Einleitung getroffen habe, daß ihm aus Privatmitteln eine entsprechende Unterstützung gewährt werden wird. Auch würde der Dr. Huber selbst, wenn ihm die Wahl gestellt wäre zwischen allgemeiner und österreichischer Geschichte, sich unbedingt für die erstere entschieden haben....

... Bei einer solchen Formulirung kann ich von meinen Bedenken gegen die schroffe Scheidung von allgemeiner und österreichischer Geschichte absehen; ich sprach sie mehr mit Rücksicht auf zukünftige Fälle aus. Ebenso lege ich aus den angeführten Gründen keinen Werth darauf, daß der Dr. Huber wirklich berechtigt werde, das Obligatkolleg über österreichische Geschichte zu lesen; und wird das aus irgend einem Grunde verhindert, so dürfte doch den Wünschen des Prof. ...

... Die einfachste Lösung in diesem Sinne wäre eine hohe Entscheidung, daß der Kandidat in beiden Fächern den Forderungen entsprochen habe, daß aber für beide zugleich die Facultas nicht ertheilt werden könne, daß er sich demnach für eins von beiden Fächern entscheiden möge. In diesem Falle könnte ich mich dafür verbürgen, daß Dr. Huber sich für allgemeine Geschichte entscheiden wird. Gegen solche Entscheidung würde freilich das Bedenken obwalten, daß sie sich der frühern hohen Entscheidung nicht genau anschließt....

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Ficker, Julius Thun, Leo Innsbruck 1860-01-19 5

... Jetzt handelt es sich zunächst um einen meiner frühern Schüler, Dr. Alfons Huber, über dessen ganz ungewöhnliches Talent, Fleiß und Besonnenheit des Charakters hier nur eine Stimme herrscht; seit Jahren lebe ich der Hoffnung, daß die Erfolge, welche ich bei halbweg günstiger Gestaltung der äußern Verhältnisse mit Sicherheit von ihm erwarten kann, mich hinreichend für die bisherigen Mühen meiner hiesigen Wirksamkeit entschädigen werden; hätte ich bisher nie einem meiner Schüler zu rathen gewagt, sich der akademischen Laufbahn zu widmen, so unbedingt glaubte ich das hier thun zu müssen, ihm es zu ermöglichen, sich als Privatdozent zu halten, würde ich auch, da er unvermögend ist, zu den nöthigen materiellen Opfern bereit sein; für das laufende Jahr ist er durch eine auf meinen Antrag erfolgte gnädige ministerielle Unterstützung von 400 fl gesichert, wofür er wie ich uns dem hohen Ministerium so verpflichtet fühlen, daß nur nichts ferner liegen würde, als in seinem Interesse hier weitere Schritte zu thuen, aber der Vorgang seiner Habilitirung hat meine eigene und wohl auch die Stellung der Fakultät gegenüber dem Prof. ...

... : ob, da eine andere abweisende Ansicht über die Leistungen des Dr. Huber für österreichische Geschichte sich aus den Akten nicht ergebe, der das Programm betreffende § des Gesetzes von der Fakultät richtig verstanden sei, was nach der hohen Entscheidung zweifelhaft sein könne. Die Berechtigung dieses Antrags an und für sich, welchem auch Prof. ...

... möge geruhen, dem Dr. Huber zu erlauben, statt über die ganze allgemeine Geschichte, über alte und österreichische Geschichte lesen zu dürfen. Dem Gesichtspunkte der hohen Entscheidung, daß das Feld zu verengen sei, dürfte dadurch eben so vollständig Rechnung getragen sein; motivirt ist der Antrag dadurch, daß häufigere und eingehendere Vorträge über alte Geschichte Bedürfnis seien; was die österreichische Geschichte betrifft, es wünschenswerth scheine, daß der Dozent nicht von dem Fache ausgeschlossen sei, in welchem die tüchtigste Leistung von ihm zu erwarten sei. Seinen Widerstand gegen diesen Antrag motivirt Prof. ...

... bezieht sich in seiner neusten Äußerung darauf, daß Dr. Huber, welcher nur hier studirte, genügende Kenntnis für österreichische Geschichte gar nicht haben könne. Die Fakultät kann darauf natürlich nicht sehen, da er die vorgeschriebenen Habilitationsleistungen erfüllt hat und Prof. ...

... seiner eigenen hiesigen Wirksamkeit beilegt. Ich habe mich jetzt ins fünfte Jahr bemüht, den Dr. Huber bei seinen Studien, insbesondere auch über österreichische Geschichte zu unterstützen; und ich glaube durchaus dafür einstehen zu dürfen, daß er über dieselbe sehr tüchtige Vorlesungen halten kann und Arbeiten über dieselbe veröffentlichen wird, welche seine Befähigung für dieses Fach außer Zweifel stellen werden; und ich glaube im Ganzen zu empfindlich für meinen wissenschaftlichen Ruf zu sein, um mich der Gefahr aussetzen zu mögen, denselben durch ein voreiliges oder befangenes Urtheil in dieser Richtung zu kompromittiren. Es handelt sich ja auch gar nicht um eine Anstellung, sondern um eine einfache Erlaubnis, seine Kräfte zu versuchen; dazu scheint mir doch nur eine Garantie nöthig, daß seine Vorlesungen die Fakultät nicht kompromittiren; und diese dürfte übergenügend vorhanden sein, da ihm abgesehen von seinen Kenntnissen und seiner Charaktertüchtigkeit auch äußere Begabung für den Vortrag reichlich zu Gebote steht. Ihn für allgemeine Geschichte zu approbiren trug auch Prof. ...

(ficker-an-thun-1860-01-19-a3-xxi-d551.xml)