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Grujic Nicanor

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ohne Absender ohne Empfänger Semlin 1851-05-22 15

... ] Archimandrit Nicanor Gruics [Grujić] verfaßt hat. Zufälligerweise schlug ich heute es zwischen der Seite 44 und 45 auf; der Name „...

... “ machte mich neugierig und ich fing es zu lesen an. Ich las von Seite 45–48, hielt aber nicht aus, es weiter zu lesen und nie mehr werde ich dieses Buch in die Hand nehmen können. Ich glaube nicht zu fehlen, wenn ich über das gelesene Wenige hier ein Wort sage. Das Vergnügen, das ganze Werk zu kritisiren, überlasse ich jenen, welche soviel Geduld haben, um solch‘ übertriebene Märchen zu lesen. Ich legte das Büchlein auf die Seite und dachte mir: „Deine Worte klären die Säuglinge auf.“ Nie las ich so etwas. Daß ein Schriftsteller, der über die Gegenstände seiner Zeit spricht oder schreibt, welche der ganzen Welt vollkommen wohlbekannt sind, solchermaßen übertreiben kann, daß er historische Sachen nach Art von „Tausend und einer Nacht“ erzählt, daß dieser Schriftsteller niemand anderer ist als Herr Archimandrit Gruics, das riß mich wahrlich in ein Wunder hinein....

... Ich lasse zu, daß Herr Nicanor dem Herrn ...

... Herr Nicanor konnte den Herrn ...

... und unsere verdienten Helden würdig beloben; wenn er aber die Gränzen der Wahrheit überschreitet, dann – Hand aufs Herz – muß er bekennen, daß jeder Wahrheit liebende Mensch diese Rede bewundern und – auslachen muß. Soweit ich Herrn Nicanor persönlich kannte und von ihm hielt, konnte ich nie denken, daß sich dieser Geist so erniedrigen wird können, um das, was er in einer Zelle hat reden können, zu veröffentlichen....

... Herr Nicanor! Was für Thermopyl ist Szent-Tamás [...

... ]; Herr Nicanor aber mir nichts dir nichts findet den Leonidas in Szent-Tamás [...

... ist sicher zu überzeugt, daß er bis jetzt kein so „berühmter Feldherr“ nicht gewesen ist als Herr Nicanor es glaubt, daß er ist. Da guckt was heraus! Wird es nicht eine besondere Freundschaft oder eine Sippschaft sein?! Über den Apostel Paul braucht man nicht viel zu reden; denn, wenn ich, – den ich besser kenne als Herrn Nicanor – reden wollte, könnte da wer sagen: „O Gott! Es ist doch ein überaus großes Wunder!“ Darüber aber zu reden, ist hier der Ort nicht; soviel sage ich nur, daß Herr ...

... es glaubt, daß er ist. Da guckt was heraus! Wird es nicht eine besondere Freundschaft oder eine Sippschaft sein?! Über den Apostel Paul braucht man nicht viel zu reden; denn, wenn ich, – den ich besser kenne als Herrn Nicanor – reden wollte, könnte da wer sagen: „O Gott! Es ist doch ein überaus großes Wunder!“ Darüber aber zu reden, ist hier der Ort nicht; soviel sage ich nur, daß Herr Nicanor besser gethan hätte, wenn er ihn, statt mit dem heiligen Apostel Paul mit dem Stojan Jankovics [...

... Wenn Herr Nicanor voraussetzt, daß Werschecz [...

... ] die Epistel in der Kirche zu lesen“, so muß jeder Serbe bedauern, daß dieser brave Held – ?– nicht was Besseres versprochen habe, was sicher in Erfüllung gegangen wäre. O der wunderlichen Philosophie, o der wunderlichen Logik! So was kann sich nur der Schriftsteller in der klösterlichen Einsamkeit einbilden! Eins muß ich aber doch dem Herrn Nicanor billigen: wenn er nämlich gedenkt eine serbische Iliade zu schreiben, so hat er in dieser seinen prosaischen Epopoe blos den „Gedankenzunder“ dem Serbthume zeugen wollen für seine Kalchase, Nestore, Agamemnone, Achylle, Ulisse, Diomede und Ajase. Wenn er das beabsichtigte, so wäre es besser gewesen, daß er alsogleich zu singen angefangen hätte, statt mit der Prosa die Menschen zu betrügen....

... Diese Lobrede des Herrn Nicanor wird einen jeden Wahrheit liebenden Menschen – welche das Kriechen nicht verstehen, welche die Erdichtungen und Übertreibungen nicht leiden können – in Zorn versetzen, doch nein, sie werden nicht der Mühe werth halten es zu lesen. Ich glaube es nicht, daß irgend jemand von solchem Charakter die erwähnte Lobrede durchlesen könnte – außer er wünscht sich von der Dreistigkeit des ...

... wird einen jeden Wahrheit liebenden Menschen – welche das Kriechen nicht verstehen, welche die Erdichtungen und Übertreibungen nicht leiden können – in Zorn versetzen, doch nein, sie werden nicht der Mühe werth halten es zu lesen. Ich glaube es nicht, daß irgend jemand von solchem Charakter die erwähnte Lobrede durchlesen könnte – außer er wünscht sich von der Dreistigkeit des Herrn Verfassers völlig zu überzeugen....

... Den Herrn Verfasser empfiehlt dieses Produkt nicht im Mindesten....

... Lieben wir die Wahrheit; man schmeichle niemanden. Was bewog den Herrn Nicanor, den Herrn Patriarchen so übertrieben zu beschreiben, in den Himmel zu heben – weiß ich nicht; glaube aber, ihm sagen zu können:...

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