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Glax Heinrich

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Thun, Leo Ficker, Julius Wien 1860-08-31 2

... Was Ihren Verdacht anbelangt, daß die erste Entscheidung nicht bloß auf Grundlage der Akten gefällt worden sei, so glaube ich versichern zu können, daß er nicht gegründet ist. Ich kann natürlich nicht dafür bürgen, ob nicht an subalterne Beamte auch Privatbriefe des Prof. Glax gelangt seien. Wohl aber dafür, daß die Entscheidung von höher gestellten Männern ausging, von deren Unpartheilichkeit ich überzeugt bin. Auch bestätigen die Akten nicht Ihre Auffassung, daß ...

... gelangt seien. Wohl aber dafür, daß die Entscheidung von höher gestellten Männern ausging, von deren Unpartheilichkeit ich überzeugt bin. Auch bestätigen die Akten nicht Ihre Auffassung, daß Prof. Glax der Habilitation ...

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Ficker, Julius Thun, Leo Innsbruck 1854-05-29 1

... gemachten Erfahrungen glaube schließen zu dürfen, dem Erfolge eines Unternehmens, das mir gerade jetzt sehr am Herzen liegt, sehr förderlich sein könnte. Sollte sich für den gleichen Zweck die Anschaffung einzelner historischer Werke als nöthig erweisen, so darf ich wohl hoffen, daß meine desfallsigen Wünsche eine gleiche Berücksichtigung finden würden, wie sie ähnlich meinem Kollegen, Herrn Prof. Glax, bereitwilligst zu Theil wurden. Bestimmtere Wünsche habe ich in dieser Beziehung für jetzt noch nicht, da das Ganze erst im Entstehen ist und ich die ersten Erfolge abwarten möchte; doch möchte ich diese Gelegenheit nicht unbenutzt lassen, um wenigstens vorläufig auf das hinzuweisen, was mir in dieser Beziehung künftig wünschenswerth sein möchte....

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Ficker, Julius Thun, Leo Münster 8

... Im vorliegenden Falle handelte es sich nun aber gar nicht um einen solchen, jedenfalls bedenklichern, wissenschaftlichen Konflikt zwischen der Fakultät und dem Fachprofessor. Das Gesetz verlangt vier wissenschaftliche Leistungen: Habilitationsschrift, Programm, Kolloquium und Probevorlesung, die Gutachten des Prof. Glax über alle vier sind theils ganz entschieden günstig, theils wenigstens so anerkennend, daß ein wissenschaftliches Motiv für die Abweisung daraus nicht entnommen werden kann. Es ist richtig, daß Prof. ...

... über alle vier sind theils ganz entschieden günstig, theils wenigstens so anerkennend, daß ein wissenschaftliches Motiv für die Abweisung daraus nicht entnommen werden kann. Es ist richtig, daß Prof. Glax trotzdem unerwarteter Weise nicht zustimmte; und wenn Eure Excellenz meinen, ich sei von der Anschauung ausgegangen, er habe schließlich zugestimmt, so ist mir nicht bewußt, welche Stelle meiner Äußerungen dazu Anlaß gegeben haben könnte; ich muß mich undeutlich ausgedrückt haben, habe vielleicht sagen wollen, daß er auf mein Schreiben hin jeden Widerstand aufzugeben schien, weshalb uns sein dissertirendes Votum überraschte. Der Kernpunkt der Frage scheint aber darin zu liegen, daß dieses Votum sich nicht auf eine abweichende Meinung über den wissenschaftlichen Werth der Leistungen bezog, sondern, wie sich aus den Akten ergibt, auf eine ...

... . Das Gesetz, so weit ich mich auf den Wortlaut desselben besinne, verlangt ein Programm, woraus sich ergibt, welche Vorlesungen der Kandidat halten will und in welcher Art und Weise er sie zu behandeln gedenkt. Dieser deutlichen Forderung hat der Kandidat auch nach dem Gutachten des Prof. Glax unzweifelhaft entsprochen. Gegen das vorliegende Programm hatte doch Prof. ...

... unzweifelhaft entsprochen. Gegen das vorliegende Programm hatte doch Prof. Glax nichts einzuwenden; aber er erklärte, daß ihm ein Programm nicht genüge, aus welchem er nur ersehe, wie der Kandidat den Gegenstand behandeln wolle, nicht aber ob er ihn genügend so behandeln könne. Die Akten ergeben aufs bestimmteste, daß diese Forderung, welche aber so unvereinbar ist mit dem einfachen Sinne des Wortes Programm, als sie der Angabe des Gesetzes über den Inhalt desselben widerspricht, das Einzige war, auf das Prof. ...

... nichts einzuwenden; aber er erklärte, daß ihm ein Programm nicht genüge, aus welchem er nur ersehe, wie der Kandidat den Gegenstand behandeln wolle, nicht aber ob er ihn genügend so behandeln könne. Die Akten ergeben aufs bestimmteste, daß diese Forderung, welche aber so unvereinbar ist mit dem einfachen Sinne des Wortes Programm, als sie der Angabe des Gesetzes über den Inhalt desselben widerspricht, das Einzige war, auf das Prof. Glax schließlich seine abweichende Meinung stützte. War das aber der Fall, so handelte es sich gar nicht um irgend ein wissenschaftliches Moment, sondern lediglich um die richtige Auslegung und Anwendung des Gesetzes, über welche unzweifelhaft der Chemiker oder Philosoph ein ebenso gewichtiges Urtheil abgeben konnte als der Historiker. Sollte nun selbst in einem solchen Falle, wo der Begriff des Fachprofessors gar nicht mehr in Frage kommt, die Stimme dieses schwerer wiegen als die der gesammten übrigen Fakultät, so würde die Theilnahme der letztern an jeder Habilitation nur eine ganz leere Form sein; und wird ein Vorwand, wie der vom Prof. ...

... schließlich seine abweichende Meinung stützte. War das aber der Fall, so handelte es sich gar nicht um irgend ein wissenschaftliches Moment, sondern lediglich um die richtige Auslegung und Anwendung des Gesetzes, über welche unzweifelhaft der Chemiker oder Philosoph ein ebenso gewichtiges Urtheil abgeben konnte als der Historiker. Sollte nun selbst in einem solchen Falle, wo der Begriff des Fachprofessors gar nicht mehr in Frage kommt, die Stimme dieses schwerer wiegen als die der gesammten übrigen Fakultät, so würde die Theilnahme der letztern an jeder Habilitation nur eine ganz leere Form sein; und wird ein Vorwand, wie der vom Prof. Glax gebrauchte, in der höhern Instanz ausdrücklich anerkannt, so wird in der Folge jeder Kandidat dem guten Willen des Fachprofessors ganz preisgegeben sein. Dieses prinzipielle Moment vor allem war es, was die Fakultät im Interesse unseres ganzen Universitätslebens bewog, die Angelegenheit nochmals in Anregung zu bringen. Die Entscheidung ist für uns um so wichtiger, als wahrscheinlich in nächster Zeit ein Habilitationsakt bevorsteht, bei welchem sich sehr leicht ganz entsprechende Fragen aufwerfen könnten....

... wirklich berechtigt werde, das Obligatkolleg über österreichische Geschichte zu lesen; und wird das aus irgend einem Grunde verhindert, so dürfte doch den Wünschen des Prof. Glax durchaus Genüge geschehen sein. Dagegen würde ich nach meinem subjektiven Standpunkte nur davon ausgehen können, daß die Entscheidung nach den bestehenden Verordnungen und im Interesse einer ungehinderten Entwicklung des Privatdozententhums nur davon ausgehen dürfte, daß der Kandidat auch bezüglich der österreichischen Geschichte den Forderungen des Gesetzes genügt habe, woraus sich dann die prinzipielle Anschauung ergeben würde, daß dem Fachprofessor kein unbedingtes Veto gegen die Habilitation zustehe....

... der Ort wäre, nach welchem ich mich mit Vorliebe wenden würde; schon deshalb, weil ich dort nach meinen politischen und kirchlichen Gesinnungen in meiner Wirksamkeit zwar nicht unangefochten, was ich nicht scheue, aber auch nicht isolirt stehen würde. Ließ mich der Gedanke an eventuelle Wendungen meiner Stellung zum Prof. Glax oder auch daran, daß wir zu unserm Bedauern Eure Excellenz als Chef verlieren könnten, wohl gelegentlich erwägen, wo ich mich außer ...

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Ficker, Julius Thun, Leo Innsbruck 1860-01-19 26

... Wenn ich es wage, mich in einer Sache unmittelbar an Eure Excellenz zu wenden, welche meinen Kollegen Professor Glax nicht im günstigsten Lichte erscheinen läßt, so habe ich mich nur sehr ungern und erst auf wiederholtes Zureden anderer Fakultätsmitglieder dazu entschlossen, nachdem ich mich überzeugt habe, daß meine gutgemeinten Versuche, diesen Schritt unnöthig zu machen, nur gegen mich benutzt werden. Eure Excellenz wissen, daß ich Hochderselben gegenüber bisher nie etwas zum Nachtheile jenes Kollegen gesagt habe, obwohl mir die Gelegenheit dazu mehrfach geboten gewesen wäre und meine Stellung ihm gegenüber schon seit Jahren eine überaus peinliche war; als mir vor drei Jahren zum zweiten Male eine Professur zu ...

... , über dessen ganz ungewöhnliches Talent, Fleiß und Besonnenheit des Charakters hier nur eine Stimme herrscht; seit Jahren lebe ich der Hoffnung, daß die Erfolge, welche ich bei halbweg günstiger Gestaltung der äußern Verhältnisse mit Sicherheit von ihm erwarten kann, mich hinreichend für die bisherigen Mühen meiner hiesigen Wirksamkeit entschädigen werden; hätte ich bisher nie einem meiner Schüler zu rathen gewagt, sich der akademischen Laufbahn zu widmen, so unbedingt glaubte ich das hier thun zu müssen, ihm es zu ermöglichen, sich als Privatdozent zu halten, würde ich auch, da er unvermögend ist, zu den nöthigen materiellen Opfern bereit sein; für das laufende Jahr ist er durch eine auf meinen Antrag erfolgte gnädige ministerielle Unterstützung von 400 fl gesichert, wofür er wie ich uns dem hohen Ministerium so verpflichtet fühlen, daß nur nichts ferner liegen würde, als in seinem Interesse hier weitere Schritte zu thuen, aber der Vorgang seiner Habilitirung hat meine eigene und wohl auch die Stellung der Fakultät gegenüber dem Prof. Glax zu einer so unleidlichen gemacht, daß wir die Sache nicht füglich ruhen lassen konnten....

... Es war meine wie anderer Mitglieder Ansicht, daß er sich für das Gesammtgebiet der Geschichte mit Einschluß der österreichischen habilitiren solle; eine Trennung schien uns hier weder nöthig noch wünschenswerth, zumal er sich besonders mit österreichischer Geschichte beschäftigt hatte; wir riethen ihm nur zur größern Sicherheit sich den Habilitationsleistungen für allgemeine wie für österreichische Geschichte zu unterziehen, wie auch geschah. Als vor Jahresfrist zuerst die Rede davon war, erklärte Prof. Glax von vornherein, daß von einer Habilitation in seinem Fache nicht die Rede sein könne und hat seitdem die verschiedensten Wege eingeschlagen, dieselbe zu hintertreiben; ein Vorgehen, über welches, wie ich glaube, an der ganzen Universität nur eine Stimme herrscht, zumal immer mit der größtmöglichen Schonung gegen ihn vorgegangen wurde. Als der Kandidat, da er glaubte den Forderungen des Gesetzes genügen zu können, sich von vornherein nicht abschrecken ließ, erklärte Prof. ...

... von vornherein, daß von einer Habilitation in seinem Fache nicht die Rede sein könne und hat seitdem die verschiedensten Wege eingeschlagen, dieselbe zu hintertreiben; ein Vorgehen, über welches, wie ich glaube, an der ganzen Universität nur eine Stimme herrscht, zumal immer mit der größtmöglichen Schonung gegen ihn vorgegangen wurde. Als der Kandidat, da er glaubte den Forderungen des Gesetzes genügen zu können, sich von vornherein nicht abschrecken ließ, erklärte Prof. Glax, die beabsichtigte Habilitationsschrift über die älteste Geschichte des Hauses Habsburg nicht gelten lassen zu können, weil sie nicht in die österreichische Geschichte gehöre. Der Kandidat arbeitete geduldig eine zweite über die österreichischen Privilegien aus, welche ich für so gelungen halte, daß ich sie in diesen Tagen der ...

... einsenden werde und, wenn sie dort etwa nicht angenommen würde, anderweitig zum Druck befördern werde. Über diese gab Prof. Glax ein Gutachten, in dessen wissenschaftlichem Theile er sich meiner Ansicht nach solche Blößen gab, daß aller Grund da war, weiterhin behutsam aufzutreten, während sie im übrigen eine Reihe von Ausfällen gegen den Kandidaten enthielt, deren Grundlosigkeit den Fakultätsmitgliedern klar war, welche nur dazu geeignet seien konnten, in ...

... , gaben ausführliche Gutachten dagegen; alle waren für Zulassung zum Kolloquium. Darauf verweigerte Prof. Glax, daran theilzunehmen und gab im Eifer eine an das ...

... zu richtende Beschwerdeschrift ein, welche beleidigend für die Fakultät wie für mich insbesondere war. Ich erbat mir von der Fakultät die Erlaubnis, den Akten zu meiner und des Kandidaten Vertheidigung eine kritische Beleuchtung des Gutachtens des Prof. Glax beifügen zu dürfen; um aber keinen schonendern Weg unversucht zu lassen, setzte ich, damals kaum genesen, ihm schriftlich genau auseinander, welche Blößen er sich gegeben habe, daß ich die Aufdeckung derselben gern vermeiden möchte und ich gern darauf verzichten würde, wenn er das dadurch möglich mache, daß er seinen offenbar ungerechtfertigten Widerstand gegen die Habilitirung aufgebe. Darauf schien er denn ganz einzugehen, zog seine Beschwerdeschrift zurück, strich mit Erlaubnis der Fakultät aus seinem Gutachten die beleidigenden Stellen, was wir ihm nicht verweigern mochten, nahm an Kolloquium und Probevorlesung theil und stimmte am lautesten in das Lob über den guten Ausfall ein. Es überraschte uns wohl, daß er bei der Schlußabstimmung doch dagegen stimmte, da er aber seine abweichende Meinung lediglich auf jenen unmöglich maßgebenden Programmpunkt richtete, seine übrigen Urtheile durchaus günstig waren, so war nicht mehr abzusehen, daß dem Kandidaten ein Hindernis erwachsen könne....

... Nach allem Vorhergegangenen glaubte ich sicher sein zu dürfen, daß Prof. Glax einen Widerstand, welchen er offen aufgegeben hatte, nicht etwa auf andern Wegen, wo der Fakultät die Mittel zur Vertheidigung fehlten, fortsetzen würde; ich hielt mich auch ihm gegenüber dazu verpflichtet, nicht etwa durch eine Mittheilung des Sachverhaltes an Eure Excellenz einem ungünstigen Ausgange vorzubauen; ich glaubte mich auch dann noch nicht dazu entschließen zu dürfen, als bei dem langen Ausbleiben der Erledigung hier allgemein behauptet wurde, daß er bemüht sei, seinen Ansichten mit Umgehung der Fakultät Geltung zu verschaffen. Über die endliche Entscheidung wurde hier allgemein geurtheilt, daß sie sich schwerlich allein auf die Akten stützen könne, daß sie, wenn nicht unter Einwirkung, wenigstens im Interesse des Prof. ...

... einen Widerstand, welchen er offen aufgegeben hatte, nicht etwa auf andern Wegen, wo der Fakultät die Mittel zur Vertheidigung fehlten, fortsetzen würde; ich hielt mich auch ihm gegenüber dazu verpflichtet, nicht etwa durch eine Mittheilung des Sachverhaltes an Eure Excellenz einem ungünstigen Ausgange vorzubauen; ich glaubte mich auch dann noch nicht dazu entschließen zu dürfen, als bei dem langen Ausbleiben der Erledigung hier allgemein behauptet wurde, daß er bemüht sei, seinen Ansichten mit Umgehung der Fakultät Geltung zu verschaffen. Über die endliche Entscheidung wurde hier allgemein geurtheilt, daß sie sich schwerlich allein auf die Akten stützen könne, daß sie, wenn nicht unter Einwirkung, wenigstens im Interesse des Prof. Glax ergangen sein müsse....

... Es wurde die Habilitation für allgemeine Geschichte gewährt, nicht aber für österreichische. Der Hauptgrund, daß beide Fächer ein zu großes Feld sein, berührte allerdings die Fakultätsverhandlungen gar nicht; denn niemand, auch nicht Prof. Glax, hatte darauf früher hingewiesen. Der Fakultät kann es auch natürlich nicht zustehen, gegen diesen Hauptgrund irgendwelche Einwendungen zu erheben. Ich persönlich habe allerdings die feste Ansicht gewonnen, daß das scharfe Auseinanderhalten der allgemeinen und österreichischen Geschichte überaus lähmend auf das Geschichtsstudium in ...

... Die hohe Entscheidung fußte aber nicht allein auf jenem Grunde, sondern enthielt zugleich wenigstens mittelbar eine Billigung der Ansicht des Prof. Glax. Denn einmal war es nicht etwa der Fakultät freigestellt oder dem Kandidaten, sich für das eine oder das andere Fach zu entscheiden, sondern es wurde von vornherein gegen die österreichische Geschichte entschieden. Es wurde weiter bezüglich dieser auf eine abweisende Meinung der Fachprofessoren verwiesen; eine solche bestand aber nach den Akten gar nicht, da über die Fachleistungen von beiden Fachprofessoren günstig geurtheilt war, es bestand nur eine Meinungsverschiedenheit zwischen Prof. ...

... . Denn einmal war es nicht etwa der Fakultät freigestellt oder dem Kandidaten, sich für das eine oder das andere Fach zu entscheiden, sondern es wurde von vornherein gegen die österreichische Geschichte entschieden. Es wurde weiter bezüglich dieser auf eine abweisende Meinung der Fachprofessoren verwiesen; eine solche bestand aber nach den Akten gar nicht, da über die Fachleistungen von beiden Fachprofessoren günstig geurtheilt war, es bestand nur eine Meinungsverschiedenheit zwischen Prof. Glax einerseits und der gesammten Fakultät andererseits, und zwar wegen jenes Programmpunktes, bezüglich dessen Buchstabe wie Sinn des Gesetzes unbedingt auf Seiten der Fakultät waren. Prof. ...

... einerseits und der gesammten Fakultät andererseits, und zwar wegen jenes Programmpunktes, bezüglich dessen Buchstabe wie Sinn des Gesetzes unbedingt auf Seiten der Fakultät waren. Prof. Glax würde demnach durchaus in der Lage sein, geltend zu machen, daß hohen Orts sein Einwand als berechtigt anerkannt sei und die Fakultät würde bei jeder Habilitation, sei es aus was immer für einem Fache, nicht mehr wissen, wie sie sich dem Gesetze gegenüber zu verhalten habe....

... gesandt wurden. Ich glaube, daß beide in den Akten genügend begründet sind. Ein doppelter Umstand schien es aber unausweichlich zu machen, die Aufmerksamkeit Eurer Excellenz auf diesem Privatwege darauf hinzulenken, wenn wir nicht auf den Erfolg verzichten wollen. Einmal stehen dem Prof. Glax bei seiner ausgedehnten Bekanntschaft zu ...

... für österreichische Geschichte sich aus den Akten nicht ergebe, der das Programm betreffende § des Gesetzes von der Fakultät richtig verstanden sei, was nach der hohen Entscheidung zweifelhaft sein könne. Die Berechtigung dieses Antrags an und für sich, welchem auch Prof. Glax zustimmte, dürfte in den Akten genügend motivirt erscheinen. Das Gewicht einer der Fakultät günstigen Entscheidung liegt aber in einem Umstande, welcher dort überhaupt nicht berührt werden konnte und über welchen ich glaube offen sprechen zu müssen. Prof. ...

... zustimmte, dürfte in den Akten genügend motivirt erscheinen. Das Gewicht einer der Fakultät günstigen Entscheidung liegt aber in einem Umstande, welcher dort überhaupt nicht berührt werden konnte und über welchen ich glaube offen sprechen zu müssen. Prof. Glax tritt der Fakultät, wie sich selbst aus den Akten erweisen ließe, häufig mit einer Selbstüberhebung und Rücksichtslosigkeit gegenüber, welche man überhaupt ungern hinnimmt und noch weniger, wenn man sich nicht veranlaßt fühlt, dem betreffenden Mitgliede überlegene Urtheilskraft andern gegenüber zuzugestehen; die subjektivsten Ansichten, welche weder im Gesetze noch in der Natur der Sache eine Stütze zu finden scheinen, hält er mit einer Zähigkeit fest, welchen gegenüber jeder Versuch, sie zu vermitteln, scheitern muß. Ist das unerfreulich, so ist es doch ohne Gewicht, insofern solche Ansichten Majoritätsbeschlüsse nicht hindern. Es kommt aber ein anderes hinzu. Prof. ...

... tritt der Fakultät, wie sich selbst aus den Akten erweisen ließe, häufig mit einer Selbstüberhebung und Rücksichtslosigkeit gegenüber, welche man überhaupt ungern hinnimmt und noch weniger, wenn man sich nicht veranlaßt fühlt, dem betreffenden Mitgliede überlegene Urtheilskraft andern gegenüber zuzugestehen; die subjektivsten Ansichten, welche weder im Gesetze noch in der Natur der Sache eine Stütze zu finden scheinen, hält er mit einer Zähigkeit fest, welchen gegenüber jeder Versuch, sie zu vermitteln, scheitern muß. Ist das unerfreulich, so ist es doch ohne Gewicht, insofern solche Ansichten Majoritätsbeschlüsse nicht hindern. Es kommt aber ein anderes hinzu. Prof. Glax liebt es, sich als den besondern Vertrauensmann des ...

... in Aussicht zu stellen. Wir sind das schon ziemlich gewöhnt und wissen, daß dem Worte nicht gerade immer die That folgt. Andererseits können wir uns nicht verhehlen, daß nach Maßgabe früherer Entscheidungen, an welchen Prof. Glax näheres Interesse hatte, derselbe allerdings Grund zu haben scheint, auf besondere Berücksichtigung seiner Ansichten hohen Orts rechnen zu dürfen, was natürlich die Fakultät ihm gegenüber in eine peinliche Stellung bringt. Jetzt liegt nun ein Fall vor, in welchem Prof. ...

... näheres Interesse hatte, derselbe allerdings Grund zu haben scheint, auf besondere Berücksichtigung seiner Ansichten hohen Orts rechnen zu dürfen, was natürlich die Fakultät ihm gegenüber in eine peinliche Stellung bringt. Jetzt liegt nun ein Fall vor, in welchem Prof. Glax der ganzen Fakultät, selbst einzelnen ihm sonst näherstehenden Mitgliedern gegenübersteht, wo sein Vorgehen ein sehr rücksichtsloses war, seine Ansicht den klaren Gesetzesbestimmungen aufs bestimmteste widerspricht; müßte auch in diesem Falle die Fakultät auf eine ausdrückliche Billigung ihrer Ansicht verzichten, so müßte ihre Stellung einem Einzelmitgliede gegenüber geradezu eine unerträgliche werden. Was mich betrifft, den dieses bei der Verwandtschaft des Faches am meisten trifft, so werden Eure Excellenz gewiß überzeugt sein, daß ich einen so unangenehmen, so lange vermiedenen Schritt gewiß nicht kleinlicher Reibereien wegen, wie sie überall vorkommen mögen, gewagt haben würde, ihn nur gethan habe, weil mir nichts anders übrig blieb, wenn ich mich nicht gefaßt machen wollte, daß diese Verhältnisse so unleidlich werden könnten, daß mir schließlich nichts übrig bliebe, als mich ihnen durch Räumung des Feldes zu entziehen. Und so etwas thut man doch ungern, ohne die Mittel zur Vertheidigung erschöpft zu haben....

... zu erlauben, statt über die ganze allgemeine Geschichte, über alte und österreichische Geschichte lesen zu dürfen. Dem Gesichtspunkte der hohen Entscheidung, daß das Feld zu verengen sei, dürfte dadurch eben so vollständig Rechnung getragen sein; motivirt ist der Antrag dadurch, daß häufigere und eingehendere Vorträge über alte Geschichte Bedürfnis seien; was die österreichische Geschichte betrifft, es wünschenswerth scheine, daß der Dozent nicht von dem Fache ausgeschlossen sei, in welchem die tüchtigste Leistung von ihm zu erwarten sei. Seinen Widerstand gegen diesen Antrag motivirt Prof. Glax dadurch, daß kein Bedürfnis nach weitern Vorträgen über österreichische Geschichte vorhanden sei. Die Fakultät mochte allerdings in ihrer Eingabe auf den Punkt nicht eingehen, in wie weit die Vorlesungen des Prof. ...

... dadurch, daß kein Bedürfnis nach weitern Vorträgen über österreichische Geschichte vorhanden sei. Die Fakultät mochte allerdings in ihrer Eingabe auf den Punkt nicht eingehen, in wie weit die Vorlesungen des Prof. Glax jedem Bedürfnisse genügen. Zwangskollegien, wie es die österreichische Geschichte für Juristen ist, haben so lange sie nur durch Einen gelesen werden nur zu häufig die Folge, daß der Professor auf die Güte seiner Vorlesung wenig achtet, da die Studirenden doch kommen müssen; ein Umstand, welcher unzweifelhaft das wissenschaftliche Streben an kleinen Universitäten, wo die Obligatfächer nicht durchweg doppelt besetzt sind, sehr beeinträchtigt. Ist es nun auch sehr begreiflich, daß der bisher allein berechtigte Professor es ungern sieht, wenn ein fähiger und strebsamer Dozent dasselbe Fach liest, so scheint das andererseits doch nur im Interesse des Staats zu liegen, zumal, wenn die Vorlesungen des Fachprofessors zu wünschen übrig lassen. Was den wissenschaftlichen Werth der Vorlesungen des Prof. ...

... jedem Bedürfnisse genügen. Zwangskollegien, wie es die österreichische Geschichte für Juristen ist, haben so lange sie nur durch Einen gelesen werden nur zu häufig die Folge, daß der Professor auf die Güte seiner Vorlesung wenig achtet, da die Studirenden doch kommen müssen; ein Umstand, welcher unzweifelhaft das wissenschaftliche Streben an kleinen Universitäten, wo die Obligatfächer nicht durchweg doppelt besetzt sind, sehr beeinträchtigt. Ist es nun auch sehr begreiflich, daß der bisher allein berechtigte Professor es ungern sieht, wenn ein fähiger und strebsamer Dozent dasselbe Fach liest, so scheint das andererseits doch nur im Interesse des Staats zu liegen, zumal, wenn die Vorlesungen des Fachprofessors zu wünschen übrig lassen. Was den wissenschaftlichen Werth der Vorlesungen des Prof. Glax betrifft, so konnte ich mir mit der Zeit ein Urtheil bilden aus den übereinstimmenden Urtheilen tüchtiger Schüler; über seine wissenschaftliche Bildung überhaupt zu urtheilen gaben mir von anderm abgesehen, insbesondere die Prüfungen genügende Gelegenheit; und es dürfte hier, an der Universität, wie sonst in urtheilsfähigen Kreisen die Ansicht ziemlich allgemein sein, daß es nur wünschenswerth sei, wenn über österreichische Geschichte noch von einem andern gelesen werde. Ein Eingehen auf den Wunsch der Fakultät dürfte nur im Interesse der Universität liegen....

... Prof. Glax bezieht sich in seiner neusten Äußerung darauf, daß Dr. ...

... , welcher nur hier studirte, genügende Kenntnis für österreichische Geschichte gar nicht haben könne. Die Fakultät kann darauf natürlich nicht sehen, da er die vorgeschriebenen Habilitationsleistungen erfüllt hat und Prof. Glax, hier gewiß kein zu milder Richter, den wissenschaftlichen Werth derselben nicht in Frage zu stellen wagte. Was den Einwand an und für sich betrifft, so kann ich nicht beurtheilen, welchen Werth Prof. ...

... , hier gewiß kein zu milder Richter, den wissenschaftlichen Werth derselben nicht in Frage zu stellen wagte. Was den Einwand an und für sich betrifft, so kann ich nicht beurtheilen, welchen Werth Prof. Glax seiner eigenen hiesigen Wirksamkeit beilegt. Ich habe mich jetzt ins fünfte Jahr bemüht, den Dr. ...

... bei seinen Studien, insbesondere auch über österreichische Geschichte zu unterstützen; und ich glaube durchaus dafür einstehen zu dürfen, daß er über dieselbe sehr tüchtige Vorlesungen halten kann und Arbeiten über dieselbe veröffentlichen wird, welche seine Befähigung für dieses Fach außer Zweifel stellen werden; und ich glaube im Ganzen zu empfindlich für meinen wissenschaftlichen Ruf zu sein, um mich der Gefahr aussetzen zu mögen, denselben durch ein voreiliges oder befangenes Urtheil in dieser Richtung zu kompromittiren. Es handelt sich ja auch gar nicht um eine Anstellung, sondern um eine einfache Erlaubnis, seine Kräfte zu versuchen; dazu scheint mir doch nur eine Garantie nöthig, daß seine Vorlesungen die Fakultät nicht kompromittiren; und diese dürfte übergenügend vorhanden sein, da ihm abgesehen von seinen Kenntnissen und seiner Charaktertüchtigkeit auch äußere Begabung für den Vortrag reichlich zu Gebote steht. Ihn für allgemeine Geschichte zu approbiren trug auch Prof. Glax nicht das geringste Bedenken, obwohl seine Einwände dieses Gebiet eben so gut getroffen hätten....

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