26 Treffer für
Dunajewski Julian

Absender Empfänger Ausstellungsort Datum Treffer KWIC / Dokument-ID
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Dunajewski, Eduard ohne Empfänger Wien 1852-11-21 26

... Mein jüngerer Bruder Julian Dunajewski, Supplent der Lehrkanzel der politischen Wissenschaften an der ...

... Ich kann Euere Exzellenz bei dem Eide, den ich der Regierung geleistet und mit Gottes Hilfe bis nunzu gehalten habe, hoch und theuer versichern, daß mein Bruder Julian nie zu einer solchen Partei gehörte, daß er nach seiner Gefühlsrichtung und vermöge der Anlagen seines Geistes nie einer auf Umsturz der bestehenden Regierung hinwirkenden Partei angehören kann, und bin der festen Überzeugung, daß selbst im Falle es der Wahrheit nicht gelingen sollte die durch Irrthum oder Intrigue hervorgerufene Äußerung des ...

... Nur wiederhole ich wieder mit Berufung auf meinen der Regierung geleisteten Eid, daß mein Bruder Julian seit jeher den ewigen Grundsätzen der Ordnung, worauf Staat und Kirche beruhen, treu und ergeben, jedem revolutionären Treiben durchaus abhold, seinen innersten Sympathien nach der österreichischen Regierung angehört....

... Mein Bruder Julian ist 32 Jahre alt. Wenn ein Mensch durch 31 Jahre seines Lebens seinen politischen Grundsätzen nach konservativ war, so kann man verlangen, daß derjenige, der ihn im 32. Lebensjahr zum Revolutionär macht, die Daten angebe, die ihn zu einer so gewagten Schlußfolgerung berechtigen....

... Julian Dunajewski in ...

... bei der Hofkommission, meine pekuniären Verhältnisse haben sich durch den Bezug der Remuneration für die Leitung des Bücherrevisionsamtes günstiger gestaltet und machten es möglich, daß ich meinen Bruder zu mir berief, um die 2 letzten Rigorosen an der ...

... Mein Bruder verließ demnach ...

... Um demnach über die loyale Gesinnungsart meines Bruders Julian sich Überzeugung zu verschaffen, muß man Erkundigungen über seine politische Haltung zur Zeit seines Aufenthalts in ...

... Wiewohl zur Zeit als, mein Bruder an der ...

... kann bezeugen, daß ich und mein Bruder Julian entschieden die Sache der Regierung ergriffen haben, und daß ...

... entschieden die Sache der Regierung ergriffen haben, und daß mein Bruder im Jahre 1846 ihm sogar die Briefe jener Leute vorwies, die ihn vor dem Ausbruch des Aufstandes aufforderten, eine Reise in den ...

... Wie es kam, mag ich nicht erörtern, Thatsache ist es, daß mein Bruder in dem ersten Jahre seiner Professur als geheimer Agent der Regierung betrachtet, bei den hohen Behörden in Betreff seines Fleißes und seiner Leistungen verschwärzt, ja sogar in der polnischen Zeitschrift „Czas“ als ein seiner Aufgabe nicht gewachsener unerfahrener Mann geschildert wurde....

... Wegen Besetzung der von meinem Bruder versehenen Lehrkanzel wurde ein Konkurs ausgeschrieben, bei welchem ein zweiter Mitbewerber ...

... Die Behörden haben sich von der Gehaltlosigkeit der gegen meinen Bruder in Betreff der Fähigkeiten und des Fleißes erhobenen Anschuldigungen bereits überzeugt und der Umstand, daß die h[ohe] Regierung den Konkurs zur Besetzung der von ihm versehenen Lehrkanzel ausgeschrieben hat, benahm den Krakauern den Wahn, als ob mein Bruder sich unlauterer Waffen zur Erreichung einer Anstellung bedient hätte....

... Inzwischen bestand mein Bruder, wie man mich versicherte, mit günstigerem Erfolge die Konkursprüfung als sein Mitbewerber, und es lag ihm daran, damit das Operat ehemöglichst vorgelegt werde....

... Man verzögerte die Vorlegung desselben durch einige Monathe – der Bruder wollte darüber schriftlich Klage führen – die Fakultät spricht sich für ihn günstig aus, inzwischen kommt ein neuer Schlag von einer Seite, von der man es nie erwartet hätte....

... Gewohnt auf die Gewissenhaftigkeit solcher Männer, denen die Regierung eine so wichtige Stellung anvertraute, zu halten und anderseits von der loyalen Denkungsart meines Bruders überzeugt, habe ich mehrere Briefe desselben, worin er mich aufforderte, nach ...

... zu kommen und diesen Irrthum aufzuklären, nicht geantwortet, weil ich dachte, mein Bruder wäre in Betreff der Meinung des ...

... wirklich in diesen für meinen Bruder höchst gefährlichen Irrthum verfiel, einen Irrthum, der ihn zu jedem Staatsdienst unbrauchbar macht und seine ganze Zukunft, die Frucht aller Mühen und Anstrengungen in Frage stellt....

... , Chef der dortigen Gubernialcommission, der mich gnädig aufnahm und zugleich versicherte, er kenne meinem Bruder nur von einer vortheilhaften Seite, könne jedoch die Initiative bei der Äußerung über seine politische Haltung nicht ergreifen, werde jedoch gefragt, nach eingeholter Erkundigungen sich nach seiner Überzeugung äußern....

... , mit einem Worte jeder, der meinen Bruder kennt, war durch diese Äußerung des ...

... Wie sollte denn auch mein Bruder, der in eine Verschwörung verwickelt, niemals in polizeilicher Beziehung notirt, bei dem nie eine Revision war, dem keine Behörde je einen Anstand bei Ausfolgung eines Reisepaßes machte, der früher nicht im öffentlichen Dienst, - wo sich Gelegenheit dargebothen hat, die Sache der Regierung mit Wärme verfocht, der im Jahre 1846 und in den letzten verhängnisvollen Jahren den Ideen des Umsturzes entschieden abgeneigt war, - wie sollte er jetzt im Jahre 1852 nachdem die Revolution nicht nur auf dem Schlachtfelde besiegt, aber sogar moralisch abgewirthschaftet hat, jetzt nachdem er gleich zum supplirenden Professor ernannt durch bestimmte Pflichten durch Eid und Dankbarkeit an die Sache der Regierung geknüpft war, in einer Zeit, wo er heirathen wollte, an eine Partei sich anschließen, die keine andere Anstellung als nur die der passiven Praxis bei der Polizei ober beim Strafgerichte biethet....

... Meine Bitte geht demnach dahin, Euere Exzellenz möchten die Gnade haben und über die politische Haltung meines Bruders, den Herrn Statthaltereirath ...

... Ich bin überzeugt, daß diese Äußerungen für meinen Bruder – im Einklange mit der Wahrheit – günstig ausfallen werden....

... Ich habe Daten geliefert und Thatsachen erzählt, ich habe mich auf Männer berufen von anerkannter Loyalität, die meinen Bruder länger und besser kennen als der ...

... , und bin überzeugt, daß die Unschuld meines Bruders sich klar herausstellen wird, sobald Euere Exzellenz die Gnade haben werden mir diese Bitte zu gewähren....

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