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Deinhardt Johann Heinrich

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... , wir aber wollen nur doppeltes bemerken: Ist die verschiedene Behandlung derselben Gegenstände in einer und derselben Anstalt möglich, namentlich wenn im Ober- und Untergymnasium derselbe Lehrer docirt? Wir glauben, die richtige Behandlung eines jeden Faches bestehe in der Klarheit des Vortrages und in der praktischen Anwendung desselben. Ferner sind wir nicht im Stande uns innerhalb dieser Schranken eine klare Vorstellung über den Beruf des Untergymnasiums zu verschaffen. Ein Lehrinstitut, das streng wissenschaftlich und zugleich populär sein soll, wird keinen der beiden Ansprüche befriedigen; das Untergymnasium kann nicht genügend populär sein, weil es die Forderungen des Obergymnasiums, für welches es die Schüler vorbereitet, berücksichtigen soll; es wird aber auch nicht genug wissenschaftlich sein können, weil seine Schritte von der Furcht vor der Unpopularität gehemmt werden. Wir wünschten, es wäre ausgesprochen worden, die Gymnasien seien streng wissenschaftliche Anstalten. Vielleicht wären in diesem Falle 10–16 gut organisirte Gymnasien mit 8 Klassen im Stande gewesen die wissenschaftlichen Forderungen zu befriedigen und das Vaterland hätte dabei den unberechenbaren Nutzen, daß an vielen Orten statt Untergymnasien Realschulen gegründet würden, die mit wenig Kosten zu Fachschulen oder sogenannten bürgerlichen Gymnasien umgestaltet werden könnten. Wir stimmen in dieser Hinsicht mit Deinhard überein: „Der Zweck der höheren Schulen wird nur darin bestehen können, wissenschaftliche Bildung in der Jugend zu erzeugen, zum Unterschied von den Volksschulen, welche der Jugend die Elementarbildung zu vermitteln haben.“ (Zeitschrift für Gymnasialwesen, III, 8–9, S. 720)...

(rezension-organisationsentwurf-in-zeitschrift-religio-1851-a3-xxi-d144.xml)