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Böhm Josef Georg

Absender Empfänger Ausstellungsort Datum Treffer KWIC / Dokument-ID
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Šafařik, Pavel Joseph Thun, Leo Prag 1853-02-27 4

... die mündliche Anfrage bei mir wegen Abtretung meines Quartiers vorausgegangen war, die ich natürlich ablehnend beantworten mußte, erfolgte am 17. dieses Monats die hochortig angeordnete commissionelle Besichtigung meiner und des Herrn Custos Wohnung und dabei zugleich der bestimmte Antrag der Wohnung des Herrn Directors der Sternwarte zum Tausche, mit dem – mich allerdings etwas stutzig machenden – argumentum ad hominem: ich sollte ja auf diesen Vorschlag eingehen, da ich sonst in meiner jetzigen Wohnung keine Ruhe zu erwarten, sondern fortwährende Commissionen zu befahren habe....

... Euer Excellenz können mir glauben, denn es ist die lautere Wahrheit, daß wenn ich bloß meinen persönlichen Wünschen folgen dürfte, ich gegen diesen oder einen andern Wohnungstausch nichts einwenden, ja eine Wohnung außerhalb des Clementinums allen andern vorziehen würde, denn die Luft im Clementinum ist meiner Gesundheit nicht zuträglich: aber es handelt sich hier um das Wohl der Bibliothek – und dies ist eine Gewissenssache. Die Position, welche die Wohnungen des Bibliothekars und Custos einnehmen, ist bezüglich der Bibliothek und des Dienstes eine so glückliche und heilsame, daß das Preisgeben derselben dem Verdrängen der Wächter von der Warte oder des Gärtners vom Garten gleichkäme und der Anstalt früher oder später nur Unheil bringen würde. Dies wäre für mich schmachvoll: und die Geschichte würde mich richten, wenn ich irgendein gesetzliches Mittel unversucht ließe solches Übel von der Bibliothek abzuwenden. Wie die Wohnung des Herrn Directors der Sternwarte so plötzlich disponibel geworden, ist mir zwar genau nicht bekannt, obgleich darüber Verschiedenes geflüstert wird. Wie aber die ...

... Achtungsvoll Gefertigter säumt nicht in Beziehung auf die am 17. Februar 1853 nach vorgegangener kommissioneller Untersuchung seiner Naturalwohnung an ihn gerichtete Frage, ob er bereit sei diese seine Wohnung gegen ein Äquivalent im Klementino und namentlich gegen die jetzige Wohnung des Herrn Direktors der Sternwarte abzutreten? – nach reiflicher Überlegung seine Erklärung mit Nachstehendem abzugeben....

... Da es bei dieser Frage nicht darauf ankommt, was den persönlichen Neigungen und Bedürfnissen des Gefertigten zusagt oder nicht zusagt, sondern was das Wohl der seiner Leitung anvertrauten Bibliothek erheischt; da die von ihm jetzt bewohnte Lokalität mit specieller Berücksichtigung der Erfordernisse einer geregelten und ersprießlichen Bibliothekverwaltung mit höchsten Hofdekrete vom 4. März 1791 dem Bibliothekar zur Wohnung angewiesen und seitdem zweiundsechzig Jahre lang ununterbrochen von den Bibliotheksvorständen bewohnt wurde; da dieselbe für ihre Bestimmung wie geschaffen ist und die Bewachung der Bücherschätze, die Obhut der Kasse, die Betheiligung an allen Arbeiten, das Sichhineinleben in die große Büchermasse dem verantwortlichen Vorstand in hohem Grade ermöglicht, indem sie mitten zwischen den beiden Haupteingängen in die Bibliothek, teilweise an die Bibliothek anstoßend und so liegt, daß man aus ihren Fenstern einen großen Theil der Bibliothek übersehen kann; da ein Preisgeben dieser höchst zweckmäßigen und durch nichts ersetzbaren Position früher oder später für die Administration und somit für die Prosperität der Bibliothek von nachtheiligem Einflusse sein würde; da es unbillig und für das Ganze kein Gewinn wäre, solches auch in den weisen Absichten der hohen Regierung nicht liegen kann, einen Wissenszweig oder ein Institut auf Kosten des andern zu heben; endlich, da zu einem solchen Äußersten keine zwingende Nothwendigkeit drängt, denn dem Mangel an Lehrlokalitäten kann leicht auf andere Weise abgeholfen werden, sei es durch Verwendung der zum Tausche angetragenen Wohnung des Herrn Direktors der Sternwarte oder durch einen Neubau innerhalb des Klementinums und einstweilige Miethe: so kann Gefertigter, ohne seiner Überzeugung untreu zu werden, auf den gemachten Vorschlag nicht eingehen, sondern muß denselben förmlich und entschieden ablehnen...

(safarik-an-thun-1853-02-27-a3-xxi-d192.xml)

Sons, Ernst Moy de Thun, Leo Innsbruck 1851-11-09 1

... ] und Böhm für die philosophischen Studien tüchtige Kräfte. Bekämen wir noch einen respektablen Historiker, so ließe sich von den Zöglingen der Innsbrucker Schule etwas Ordentliches erwarten. Und wie wichtig ist eine auf christlichem Boden erbaute Philosophie in dieser Zeit! Was man anderwärts mühsam erst begründen müßte, das ist hier schon gegeben und in anerkannter Wirksamkeit. Wie schade, wenn es eingehen sollte! Und welchen niederschlagenden Eindruck müßte es auf die Gesinnung des Landes hervorbringen, das sich bewußt ist, durch die Haltung nicht bloß des Volkes, sondern auch der Mehrzahl seiner im Lande gebildeten Beamten in den Zeiten schwerer Prüfung vor anderen Kronländern sich ruhmvoll hervorgethan zu haben!...

(moy-an-thun-1851-11-09-a3-xxi-d128.xml)

Höfler, Constantin Thun, Leo Prag 1856-10-05 1

... in der öffentlichen Meinung kaum ein geeigneterer Anlaß sich darbieten dürfte, möchte unzweifelhaft sein. Eure Excellenz dürften versichert sein, daß wenn Hochdieselben den Senatsvorschlag bekräftigen, meinerseits Alles aufgeboten werden wird, in dem Gange der Geschäfte, keine Störung eintreten zu machen[sic!]. Was während der kurzen Abwesenheit von etwa 8–10 Tagen von mir nicht versehen werden könnte, wird Prodecan Böhm pünktlich besorgen. Immatriculation, Sitzungen, Conferenzen finden in dieser Woche statt. Die Lehramtscandidaten aber erhalten, wenn ich abzureisen habe, besondere von mir gefertigte Ausarbeitungen, mit welchen sie sich unterdessen zur Genüge beschäftigen können. Die Anordnungen für ihre geregelte und methodische Lectüre erhalten sie ohnehin nächsten Donnerstag....

(hoefler-an-thun-1856-10-05-a3-xxi-d388.xml)