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Blakert Georg

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Leo Thun an Justin Linde Wien , 26. Dezember 1855 Leo Thun an Justin Linde, Wien, 26. Dezember 1855 Digitale Edition der Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein 2

… Sie werden gehört haben, welcher Unfall mir begegnet ist. Die ernste Besorgnis ist vorüber, ich darf aber noch nicht schreiben, darum diktire ich diese Zeilen, durch welche ich Ihre mir wiederholt erwiesene Gefälligkeit abermals in Anspruch nehme. Durch Vermittlung mehrerer Personen ist mir der Wunsch eines Convertiten, Dr. Blakert, um eine Anstellung in …

… als Oberlehrer angestellt gewesen sein, auch soll er gegenwärtig eine griechische Grammatik herausgeben. Ich glaube voraussetzen zu dürfen, daß Sie diesen Mann bereits kennen, oder wenigstens in der Lage sein werden, sich über ihn leicht gründliche Auskunft zu verschaffen. Ich bitte Sie demnach, mir über seinen Charakter, seine wissenschaftliche Befähigung, sein Alter, so wie über den Umstand, wie viel Zeit bereits verstrichen ist, seit er das Lehramt verlassen hat, vertrauliche Nachricht zukommen zu lassen. Er scheint zu wünschen, sofort als Lehrer an einer Universität Verwendung zu finden. Eine solche Anstellung könnte ich ihm wenigstens vorerst zwar in keinem Falle in Aussicht stellen, dagegen dürfte sich mir die Gelegenheit bieten, ihn an einem Gymnasium anzustellen, wenn mir seine Eignung hierzu in jeder Beziehung verbürgt werden kann. Eine solche Anstellung würde zwar anfänglich nur einen geringen Gehalt (800 fl.) bieten, eine Verbesserung desselben bis auf 1000 fl. jedoch bald erreichbar sein. Sollten Sie mit Dr. Blakert in persönlicher Berührung stehen, so ermächtige ich Sie, ihm dieses mitzutheilen, ohne sich jedoch vorläufig dabei auf mich zu berufen. Nähere Andeutungen behalte ich mir für den Fall vor, daß die erbetenen Auskünfte zu meiner vollen Zufriedenheit lauten sollten. Mit ausgezeichneter Hochachtung verharr [?] werther Herr Staatsrath,…

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Justin Linde an Leo Thun Frankfurt , 4. Januar 1856 Der Brief trägt das Datum 4. Dezember 1856, allerdings ist davon auszugehen, dass sich Linde beim Schreiben, kurz nach Monats-/Jahreswechsel, im Monat geirrt hat. Der Inhalt des Briefs sowie die zahlreichen Verweise auf vorangegangene Briefe bzw. Hinweise in nachfolgenden Briefen sprechen für eine Datierung auf den 4. Januar 1856. Bei der Ordnung des Nachlasses wurde diese falsche Datierung nicht bemerkt. Justin Linde an Leo Thun, Frankfurt, 4. Januar 1856 Digitale Edition der Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein 1

… Über Herrn Blakert hoffe ich, Hochdenselben in einigen Tagen ausführlich Mittheilung machen zu können und werde mir dann erlauben, auch das Gesuch eines andern braven jungen Philologen um Anstellung an einem Gymnasium in …

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Justin Linde an Leo Thun Frankfurt , 18. Januar 1856 Justin Linde an Leo Thun, Frankfurt, 18. Januar 1856 Digitale Edition der Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein 3

… 1. nähere Notizen über Dr. Blakert zu überreichen. Sie sind, da ich den Herrn persönlich nicht kenne, sämmtlich aus ganz zuverlässigen Quellen geschöpft, nämlich eingezogen unmittelbar vom Hochwürden Herrn …

… und andern distinguierten, sehr ehrenhaften Personen. Nach den finanziellen Verhältnissen des Dr. Blakert würde ihm schwerlich mit einer Stelle, deren Einnahmen sich nur auf 800 oder 1000 Gulden belaufen könnten gedient seyn. Er hat Familie und nach dem Inhalte der eingezogenen Erkundigungen, sicher kein Vermögen zuzusetzen. Sollte Euer Exzellenz auf ihn ferner reflectieren, so bitte ich mir nähere Andeutungen zukommen zu lassen. Am sichersten wäre es dann doch immerhin, wenn ich …

… würde ihm schwerlich mit einer Stelle, deren Einnahmen sich nur auf 800 oder 1000 Gulden belaufen könnten gedient seyn. Er hat Familie und nach dem Inhalte der eingezogenen Erkundigungen, sicher kein Vermögen zuzusetzen. Sollte Euer Exzellenz auf ihn ferner reflectieren, so bitte ich mir nähere Andeutungen zukommen zu lassen. Am sichersten wäre es dann doch immerhin, wenn ich Dr. Blakert zuerst zu einer Besprechung zu mir einladen könnte, wodurch ich ein bestimmtes selbstständiges und sicheres Urtheil gewinnen würde. Dieser Versuch, setzt aber, meines unmaasgeblichen Erachtens voraus, daß ihm Aussichten, die im Stande wären ihn zu befriedigen, eröffnet werden könnten, für den Fall, daß man sich überzeugte, daß er in jeder Beziehung auch wirklich eine Acquisition für den k.k. Dienst sei, und zu erwarten stehe, daß er im Geiste des Systems Eurer Exzellenz zu wirken im Stande sei, und den ernsten Willen habe.…

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