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Bigoni Angelo

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ohne Absender ohne Empfänger no place 1855 19

... . Dies hat mit dazu beigetragen, daß jene Schriftsteller, welche in die Differenzen der drei Systeme einzugehen nicht im Stande sind, wie die Herren Dr. Bigoni, ...

... schleudern. Wie es in dem politischen Leben gewisse Schlagwörter giebt, die von jenen welche auf der Heerstraße des öffentlichen Lebens gedankenlos wandeln, ununterbrochen im Munde geführt werden, so haben sich auch in der Literatur aus dem philosophischen Denken heraus eine Menge von Schlagwörtern gebildet, die sowohl von denen benützt werden, welche die Philosophie und ihre Resultate nur als eine Angriffswaffe gegen das Christenthum betrachten, als von denen, welche aus wirklichem oder angeblichem Eifer für das Christenthum gegen die Philosophie als solche einen ununterbrochenen Kampf führen. Zu den Schlagwörtern der letzteren gehören vorzüglich die vieldeutigen Worte Rationalismus, Pantheismus u. a. m., von denen insbesondere Dr. Bigoni reichlichen Gebrauch zu machen nicht ansteht. Und mir scheint, nach reiflicher Überlegung aller Umstände, daß jedem der bestehenden philosophischen Systeme in viel höherem Grade der Vorwurf des Rationalismus oder Pantheismus gemacht werden kann, als dem ...

... und Dr. Bigoni stehen bleiben, von dem Standpunkte ...

... habe ich nur die französischen und die italienische des Dr. Bigoni benützt....

... wird aber im Grunde kein neuer wesentlicher Einwurf hervorgehoben, der nicht schon in dem ersten Heft der genannten Revue angedeutet gewesen wäre. Von den Arbeiten des Dot. Bigoni zeichnen sich aber die belgischen Artikel, trotz der Heftigkeit des Ausdruckes durch Einhalten der Schranken des Anstandes aus, welchen man einem literarischen Gegner in der gebildeten Welt schuldig ist....

... Ang. Bigoni: Analisi degli errori circa la religione contenuti nella traduzione italiana del corso di diritto naturale del Prof. E. Ahrens, stampato in Milano 1851–1852....

... , steht theol. Dr. Bigoni. Er stellt sich nicht als Philosoph dem Philosophen gegenüber, sondern als Theologe. Er hat nur einen Gesichtspunkt, den eines katholischen Dogmatikers, den festzuhalten er sich deswegen verpflichtet fühlt, weil das Buch von Ahrens „so horrende Maximen in Beziehung auf Religion“ aufstellt, „daß er dieselben widerlegen zu müssen glaubt, um das künftige Übel abzuwenden und das schon Geschehene zu verbessern („riparare“). Er analysiert nur einige Stellen des 3ten Theiles, die nach seiner Meinung „alle Absurditäten vereinigen, um nicht bloß der katholischen Kirche sondern jeder geoffenbarten Religion den Todesstoß zu versetzen“. Man sieht, die Gefahr dünkt dem ...

... . Er stellt sich nicht als Philosoph dem Philosophen gegenüber, sondern als Theologe. Er hat nur einen Gesichtspunkt, den eines katholischen Dogmatikers, den festzuhalten er sich deswegen verpflichtet fühlt, weil das Buch von Ahrens „so horrende Maximen in Beziehung auf Religion“ aufstellt, „daß er dieselben widerlegen zu müssen glaubt, um das künftige Übel abzuwenden und das schon Geschehene zu verbessern („riparare“). Er analysiert nur einige Stellen des 3ten Theiles, die nach seiner Meinung „alle Absurditäten vereinigen, um nicht bloß der katholischen Kirche sondern jeder geoffenbarten Religion den Todesstoß zu versetzen“. Man sieht, die Gefahr dünkt dem Dr. Bigoni keine geringe, doch scheint die Gefahr keine wirkliche zu sein, die von „Absurditäten“ einen Todesstoß gegen eine geoffenbarte Religion erwartet....

... , ein mittelmäßiges, breitgeschriebenes Opus, die Aufmerksamkeit Bigonis auf ...

... entgegen zu treten. Sie hätten gar nicht nöthig gehabt, zu polizeylichen oder ähnlichen Maßregeln zu drängen, die, wenn sie nöthig gewesen wären, die österreichische Regierung anzuwenden nicht gesäumt hätte, die aber in rein wissenschaftlichen Fragen den Antragstellern immer ein testimonium paupertatis in Beziehung auf seinen Geist geben. Doch, das mag sein, wie es wolle, Dr. Bigoni mag gedacht haben, „besser spät, als gar nicht“ und so hat er sich entschlossen, sieben Seiten des Werkes von ...

... Die Methode, nach der Dr. Bigoni vorgeht, ist eine sehr einfache. Er hebt eine Ansicht, eine Definition aus dem Werke heraus, ohne sich über den Zusammenhang mit dem ganzen System den Kopf zu beschweren, untersucht, ob dieselbe mit dem positiven Dogma der katholischen Kirche und mit seiner subjektiven Art über philosophische Dinge zu denken, übereinstimme, und verwirft sie dann, ohne die Gründe dazu auf einem anderen Gebiete zu suchen, als auf dem rein dogmatischen. So behandelt er z.B. gleich im ersten Kapitel den Begriff der Religion: ...

... Was macht nun Dr. Bigoni? Er beanstandet doppeltes, den Begriff der Offenbarung, und daß jede Religion auf Offenbarung beruhe, in folgendem Räsonnement: „Nach der wahren Vernunft kann nur Eine Religion die wahre sei, und deswegen nur Eine Religion die Offenbarung zu ihrer Basis haben. Da Gott nur Einer ist und die einzige Wahrheit seiner Wesenheit nach ist, so kann er den Menschen nicht entgegengesetzte Dogmen und nicht entgegengesetzte sich widersprechende Kultus geoffenbart haben. Deswegen sagt der Apostel: Unus Deus, una fides, unum baptisma. Zu sagen daher „jede Religion kann zu der Vorrausetzung verleiten, daß verschiedene Religionen wahr sein können.“...

... Dr. Bigoni meint, daß von einem wahrhaft vernünftigen Menschen, weder die Offenbarung durch die Natur, nach die Offenbarung durch die individuelle Vernunft angenommen werden kann; nicht die erstere, weil sie nichts beweisen würde, als das Vorhandensein einer ersten Ursache, und nicht seine Natur, ihre Attribute, die Beschaffenheit des Cultus, den man von den Menschen verlangen kann, nicht die Pflichten der Moral; nicht die zweite, weil sie verwechselt werden kann mit den Illusionen des Geistes, und weil mit der Veränderung des Zustandes der individuellen Vernunft, sie sich in ihren Konsequenzen (deduzioni) verändern würde.“...

... In ähnlicher Weise geht nun Dr. Bigoni die genannten Kapitel durch, und häuft Vorwürfe über Vorwürfe. Nicht bloß, daß er ihm, dem ...

... Wie ein Gespenst verfolgt die Phantasie des Dr. Bigoni die Vorstellung, ...

... zeigt, daß die gesammte deutsche Philosophie fern steht dem Treiben derer, die Religionswühlereien zu ihrem Geschäft, die Gründung eines neuen Kultus zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, das alles weiß Dr. Bigoni nicht, oder will es wenigstens nicht wissen. Aber das sollte er aus der Kirchengeschichte der letzten 3 Jahrhunderte gelernt haben, daß nicht Philosophen von Fach und Beruf, so feindlich auch ihre Stellung zum Christenthum gewesen sein mag, sondern halbe und schlechte Theologen sich mit der Stiftung neuer Confessionen beschäftigt haben. Wie zur Zeit der Religionswirren des 16. Jahrhunderts abgefallene Mönche und Theologen gewesen sind, welche der katholischen Kirche durch Gründung neuer Konfessionen entgegengetreten sind so waren es in unseren Tagen schlechte protestantische Theologen, abgefallene katholische Priester, philosophisch halb und schlecht gebildete Laien gewesen, welche sich mit der Gründung von einem rationalistischen Kultus beschäftigt haben. Kein Philosoph von Bedeutung ist ihnen beigetreten, wenige mittelmäßige Denker haben sie gebilligt, die meisten förmlich ignoriert oder verdammt. Kein Philosoph hat einen rationalistischen Kultus gründen wollen; ...

... , und wie auch immer die lebenden Vertreter der Philosophie heißen. Was der Kirche Schaden bringt, ist vorzüglich die geringe Bildung der Theologen, und von der Seite und von der eigentlich allein droht in Italien der Kirche Gefahr. Der Rationalismus und der rationalistische Kultus den Bigoni in ...

... , morgen die ganze Philosophie; vor den Augen des Dr. Bigoni, und derer, die hinter und neben ihm stehen, werden auch die Art und Weise, wie Philologie und Geschichte gegenwärtig gelehrt werde, keine Gnade finden....

... Sollten Euer Excellenz noch ein detailierteres Referat über Bigoni wünschen, so bitte ich mir es anzudeuten. Ich habe mich, um nicht zu lange zu werden, so kurz als möglich gefasst....

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