62 Treffer für
Aigner Joseph Matthäus

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Briefe, Akten und Stellungnahmen zum Ehrenbeleidigungsprozess zwischen Josef Matthäus Aigner und Christian Ruben 1856–1857 Briefe, Akten und Stellungnahmen zum Ehrenbeleidigungsprozess zwischen Josef Matthäus Aigner und Christian Ruben 1856–1857 Digitale Edition der Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein 62

… In der "Presse" (Nr. --- vom --- laufenden Monats) ist über gerichtlichen Auftrag das Urtheil abgedruckt worden, welches gegen J. M. Aigner wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung, begangen an dem Direktor des …

… Durch diese Erwägungen finden wir uns veranlasst, in dem Augenblicke, wo durch die Veröffentlichung des gegen J.M. Aigner erflossenen Urtheiles der …

… in Aussicht stand, ein gegen ihn gerichteter, von J.M. Aigner verfasster Zeitungsartikel erschien; daß, als sich später ein solcher Angriff wiederholte, …

… verfasster Zeitungsartikel erschien; daß, als sich später ein solcher Angriff wiederholte, J.M. Aigner dem Direktor …

… als Schriftführer in der Untersuchungs-Angelegenheit gegen den auf freiem Fuß angeklagten Josef Matthias Aigner

… des Angeklagten Christof Mathias Aigner

… durchgeführten Schlußverhandlung zu Recht erkannt: Josef Mathias Aigner, 38 Jahre alt, in …

… Der Angeklagte Josef Mathäus Aigner hat sowohl in der Untersuchung als auch in der mündlichen Schlußverhandlung einbekannt, daß er dem im Morgenblatte der periodischen Druckschrift "Die Donau" vom 24. Oktober 1855 Nr. 490 unter der Überschrift "Verlosungs-Ausstellung des …

… Der Angeklagte Josef Mathäus Aigner hat in der mündlichen Schlußverhandlung durch seinen Vertreter diesem beanständeten Ausfall durch Auseinandersetzung der etymologischen und gramatikalischen Bedeutungen der darin gebrauchten Worte und Sätze der Art auszulegen und zu beweisen versucht, daß darin …

… Da nun der Angeklagte Josef Mathäus Aigner einbekannt hat, daß er diesen mehr erwähnten Artikel in der Absicht um ihn zu veröffentlichen, verfaßt und dessen Veröffentlichung auch veranlaßt habe, da in diesem Artikel …

… verächtlicher Eigenschaften und Gesinnungen geziehen wurde, und da Aigner die Wahrheit dieser Vorwürfe weder in der Untersuchung noch in der mündlichen Schlußverhandlung zu erweisen vermochte, ja aus letzterer sich geradezu das Gegentheil dessen ergeben hat, was …

… die Wahrheit dieser Vorwürfe weder in der Untersuchung noch in der mündlichen Schlußverhandlung zu erweisen vermochte, ja aus letzterer sich geradezu das Gegentheil dessen ergeben hat, was Aigner beweisen wollte, so mußte er des Vergehens gegen die Sicherheit der Ehre im Sinne des § 491 des allgemeinen StG in Gemäßheit seines mit allen gesetzlichen Erfordernissen des § 264 des StG versehenen Geständnisses für schuldig erkannt werden.…

… Bei der am 24. November 1856 abgehaltenen Schlußverhandlung in der Anklage gegen den Portraitmaler Joseph Aigner, wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung durch die Presse, erklärte der als Zeuge vorgerufene Academie-Professor …

… die Zeitungen selbst gelangte, ja daß er die wiederholten, sogar schriftlich (brieflich) gemachten Anträge Aigners, der ihn und den …

… alle seine Schüler ihm als Zeichen ihrer Dankbarkeit ein Album mit ihren Zeichnungen verehrten, die talentvollsten unter ihnen, deren Mittel die Übersiedlung gestatteten, aber mit ihm zogen; daß ferner die Münchner Künstlerschaft ihm aus Anlaß seiner Berufung hierher ihm in einer glänzend ausgestalteten mit einer großen Zahl der gewichtigsten Unterschriften bedeckten Adresse ihre Sympathie aussprachen, sogar daß er auch hier sich nicht nur die Liebe und Freundschaft aller Professoren erwarb, sondern ihn die Künstlergesellschaft Strauß zu ihren Vorstand erwählte und ihm durch eine eigene Adresse ihre Entrüstung über die ihm von Aigner widerfahrenen Beleidigungen aussprach.…

… in der Anklage gegen Herrn Josef Aigner wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung durch die Presse nach § 491 ST.G.B.…

… . Auf der Anklageband befindet sich Herr Josef Aigner, 38 Jahre alt, aus …

… nicht nur als ein unfähiger Mann, sondern auch als ein Mensch bezeichnet, der zur Erreichung seines Vortheiles am liebsten im Trüben fische. Wenn auch die "eigene Ernte" nicht genau bestimmt wurde, so erscheint das Verletzende um so fühlbarer, weil dann dem Leser dieses Artikels ein unbegränzter Raum offen bleibt, innerhalb welchem man sich auch strafbare Handlungen denken kann. Unter diesen Umständen ist in dem gedachten Aufsatze der objective Thatbestand eines Vergehens nach § 491 St.G.B. sicher gestellt, und die Anklage gegen Herrn Aigner, der sich als Verfasser einbekennt, gerechtfertigt.…

… erklärt in dem gegenwärtigen Processe in seiner amtlichen Stellung zu interveniren, und die Anklage gegen Herrn Aigner aufrecht zu halten.…

… Der Angeklagte

… nicht den geraden offenen Wege gegangen sei, denn er, der Angeklagte, habe geglaubt, daß ein Director der Akademie ganz andere Pflichten hätte, als den …

… Der Angeklagte verwahrt sich gegen den Vorwurf, als hätte er gegen die persönliche Ehre oder den sittlichen Charakter des Herrn …

… Der Angeklagte beruft sich ferner auf seine beiden bereits in der Voruntersuchung eingelegten Schriftstücke, deren Verlesung nun vorgenommen wird.…

… Das erstere dieser Schriftstücke soll eigentlich eine Abwehr gegen den die dem Angeklagten imputirte Absicht einer Ehrenbeleidigung sein, und enthält im Wesentlichen dasselbe, was er heute mündlich vorgebracht hat.…

… Der Angeklagte befragt, ob er die hier angegebenen Thatsachen aus eigener Wahrnehmung als von Herrn …

… ausgegangen bezeichnen könne, antwortet, daß er dies nicht in der Lage sei anzugeben, bezeichnet jedoch als seine Gewährsmänner die sämtliche hiesige Künstlerwelt, welche auch gewiß seinen Artikel der allerdings etwas flüchtig geschrieben und mithin manchen vielleicht nicht ganz passenden Ausdruck enthält, genau verstehen würde; Er nannte <der Angeklagte, Portraitmaler Aigner>…

… Der Angeklagte erklärt endlich, daß so viele Angriffe ihn als Künstler gereizt und tief verletzt hätten, weshalb er sich bestimmt gefühlt hätte, den incriminirten Artikel im Interesse der Kunst zu schreiben.…

… Schließlich bemerkt der Angeklagte noch, daß in allen größeren Städten große Künstler Directoren der Akademien seien, nicht aber bloße Beamte, da sonst jeder Ministerialbeamte besser dazu geeignet wäre, wie Herr …

… bemerkt, daß er nie einen Schritt gemacht hätte, um den Angeklagten für oder gegen den …

… im Jahre 1850, welcher von Herrn Aigner geschrieben, und von dessen Erscheinen die Herrn …

… Kenntnis hatten; der zweite erschien im Jahre 1852 ohne Wissen und Mitwirken des Herrn Aigner. Nach Erscheinen des letztern Artikels wollte Herr …

… . Nach Erscheinen des letztern Artikels wollte Herr Aigner dem Herrn …

… Ich habe mehrmals mit dem Herrn Angeklagten in den Jahren 1854 und 55 über die Begebenheiten im hiesigen Kunstleben Rücksprache gehalten.…

… Da der Herr Angeklagte selbst Persönlichkeiten genannt hat, die ich aus Discretion verschweigen wollte, so kann ich allerdings nur diese Namen wiederhohlen, nämlich der Herr …

… Dieser äußert, daß der Angeklagte ihm persönlich dadurch bekannt worden sei, daß er kurz darauf, nachdem in der "Ostdeutschen Post" ein sehr gehässiger Artikel gegen Herrn …

… erschienen sei, zu ihm kam, um sich diesfalls bei ihm zu entschuldigen. Herr Aigner hat dabei geäußert, daß es ihm leid thäte, gegen einen Mann aufgetreten zu sein, der in seiner (des Herrn …

… Herr Zeuge erinnert sich ferner, daß der Angeklagte durch Herrn Dr. …

… ihm aufgeführt worden sei. Seitdem sei der Angeklagte häufig zu ihm gekommen, und habe alle Augenblicke Klagen gegen den …

… habe darauf erwidert er werde nie etwas thun, um in der Presse Vertheidiger zu finden. Auch habe der Herr Aigner ihm sehr viel Lobendes über den Herrn …

Angeklagter

Angeklagter

… habe verlangt, er möge eine "Erwiderung" des fraglichen Artikels erscheinen lassen, welche Erwiderung der Angeklagte wohl geschrieben, die aber dem Herrn Grafen …

… gehabt habe, obwohl es möglich sei, daß er dort in einem Zimmer für sich gearbeitet habe, auch wisse er gewiß, daß er keine Erwiderung hinsichtlich des fraglichen Artikels verlangt hat, ebensowenig wie von einer sogenannten "Comedie", welche dem Herrn Angeklagten mitgespielt worden sei. Übrigens wenn der Herr …

… mitgespielt worden sei. Übrigens wenn der Herr Angeklagte sein Benehmen ein zudringliches benennen wolle, habe er Nichts dagegen einzuwenden.…

… äußert ferner sich eines Artikels zu erinnern, den der Herr Aigner in früheren Jahren geschrieben, in sein Atelier im Bürstenabzug gebracht und zur Beurtheilung ihm vorgelegt <den zu lesen er sich aber geweigert habe>…

… Der Herr Aigner hat so großes Gewicht darauf gelegt, daß ich die Herrn Professoren abgehalten habe, Mitglieder des …

… Der Angeklagte

… Der Angeklagte

Angeklagter

… ausgetreten und es ist sehr sonderbar, daß von Herrn Aigner darauf ein Gewicht gelegt wird, denn ich kenne Mitglieder, die jahrelang aus dem Comité weggeblieben sind, die solange ich dabei war, nie in die Comitésitzungen gekommen sind, ohne daß man von ihrem Austritte gesprochen hat.…

Angeklagter

… : Was den Artikel des Herrn Aigner betrifft, so kann ich wohl die darin enthaltenen Thatsachen nicht bezeugen, aber ich halte das, was darin ausgesprochen wurde, für meine innerste Überzeugung. Mir erscheint überhaupt die …

… gegen Herrn Aigner ihre Mitwirkung zuzuwenden, und diese in ihrem vollen Umfange aufrecht zu erhalten. Denn aus dem Ergebnisse der Schlußverhandlung stelle sich mit voller Sicherheit heraus, daß das Vergehen der Ehrenbeleidigung nach § 491 St.G.B. vollkommen constatirt vorliege. Darüber kann kein Zweifel erhoben sein, besonders wenn man den Aufsatz mit der Überschrift: "Verlosungs-Ausstellung des österreichischen Kunstvereins", welcher drei Nummern des Feuilletons des Journales: "Die Donau" füllt, in seinem vollen Zusammenhang betrachtet. Die Staatsbehörde legt wenig Gewicht auf jene Deutung, welche der Angeklagte heute den incriminirten Stellen jenes Artikels geben will, sondern sie muß ihn eben von der Seite beurtheilen, wie der unbefangene Leser die Sache auffassen musste. Der Angeklagte spricht von der künstlerischen Schwäche des Herrn …

… geradezu in seiner Ehre, in seinem sittlichen Charakter von dem Herrn Angeklagten angesprochen wurden. Es entsteht um die Frage, ob hier der im zweiten Abschnitte des § 491 St.G.B. bezeichnete Fall, der Straflosigkeit eintritt, nämlich ob der Herr …

… angesprochen wurden. Es entsteht um die Frage, ob hier der im zweiten Abschnitte des § 491 St.G.B. bezeichnete Fall, der Straflosigkeit eintritt, nämlich ob der Herr Angeklagte solche Beweise geführt habe, welche die Wahrhaftigkeit seiner Angaben rechtfertigen. Der Herr …

… solche Beweise geführt habe, welche die Wahrhaftigkeit seiner Angaben rechtfertigen. Der Herr Angeklagte sucht sich auf Thatsachen zu berufen, die ihn zu dieser Schmähung veranlaßten. Allein nach der Ansicht der Staatsbehörde hat der Herr …

… sucht sich auf Thatsachen zu berufen, die ihn zu dieser Schmähung veranlaßten. Allein nach der Ansicht der Staatsbehörde hat der Herr Angeklagte keine einzige Thatsache angegeben, welche von einem entscheidenden Eindrucke auf die von ihm vorgebrachte Schmähung des Herrn …

… , er ist als solcher Staatsbeamter, der Herr Angeklagte hat ihn geradezu als seines Berufes unwürdig dargestellt, und so dürfte nach meiner Ansicht auch § 492 hier in Anwendung kommen, daß nämlich ein Organ der Regierung verunglimpft wurde.…

… ermächtigt, auf jeden pecuniären Ersatz zu verzichten, aber ich habe an den hohen Gerichtshof die Bitte zu stellen, daß der beleidigten Ehre meines Clienten Genugthuung werde, daß nämlich auch das Urtheil durch die öffentlichen Organe zur Publicität gelange, aber so wie die unmotivirten Angriffe des Herrn Angeklagten.…

… Zwei Zeugen haben bei der Verhandlung hier bestättigt, daß sie den ganzen Artikel nach seinem Inhalte als die lauterste Wahrheit für ihre innerste Überzeugung halten. Wenn nun diese Herren dasselbe, was Herr Aigner in dem Artikel sagte, hier in öffentlicher Sitzung aussprechen konnten, so mußten sie sich ebenfalls einer strafbaren Handlung schuldig gemacht haben, wenn eine solche darin liegen möchte, und doch dürfte es Niemand einfallen, diese Herren einer solchen zu zeihen. Niemand ist es beigekommen, nach der Lesung jener Artikel den …

… bestand, daß der Angeklagte als Künstler in einem gereizten Zustande sich befand, daß nur ein kleiner Theil der Bevölkerung, nämlich die Künstlerwelt, von dem ganzen Vorgange Notiz genommen habe, und daß endlich durch die Wahl des Schauplatzes des Angriffes die Wirksamkeit des Mittels sehr abgeschwächt wurde.…

Josef Mathäus Aigner ist des Vergehens der Ehrenbeleidigung durch die Presse nach § 491 St.G.B. schuldig, und wird mit Anwendung des § 493 und 266 St.P.O. zu der Strafe von 6 Wochen Arrest und zum Ersatz der Kosten verurtheilt, wie auch zur dreimaligen Einrückung des rechtskräftig gewordenen Urtheiles auf seine Kosten in die "Presse".…

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